Donnerstag, 21. Juli 2016

Mit Kind und Känguru in Australien – ein Land, zwei Perspektiven, drei Zeiten

Australien – Sehnsuchtsort und Heimat des Easy Going? Oder konservatives Land nahe der Umweltkatastrophe? Für Autor Martin Wittmann ist der fünfte Kontinent mehr als eine bloße Herzensangelegenheit. Ihm schien es nichts weniger als das Land der Zukunft zu sein. Hier kann der Geschichte noch beim Geschehen zugeschaut werden.

Im Zeitraum von zehn Jahren war Martin Wittmann mehrfach in Australien. Jetzt sind im Gepäck für eine zehnwöchige Reise mit Frau und Tochter auch Erinnerungen. Mit früheren Erfahrungen als „Landkarte“ und mit aktuellen Erlebnissen und Eindrücken als Kompass, soll die Reise über die Gegenwart zurück in die Vergangenheit – und damit in die Zukunft führen.


Diese Reise zu dritt ist mehr als ein Roadtrip über den südlichen Kontinent, sie ist voller Begegnungen und individueller Geschichten. So trifft Wittmann in Surfers Paradise auf Alan Tucker, der auf dem Weg ist, seine Brieffreundin zu treffen – 51 Jahre, nachdem er ihr zum letzten Mal geschrieben hat. Am Bondi Beach begegnet er einem dreizehnjährigen Wunderkind und in Walhalla, einem Ort mit fünfzehn Einwohnern, Michael Leaney. So erfährt man etwas über Walhallas Vergangenheit als legendärer Goldgräberort mit 4.000 Einwohnern und die Folgen des Goldrauschs.

Up & down under gibt zahlreiche Denkanstöße und lädt dazu ein, seine eigenen Vorurteile über Australien zu überdenken. In manchen Passagen fast philosophisch und sehr reflektiert nimmt das Buch den Leser mit auf die Reise in eine Welt, die der unseren ganz ähnlich und doch ganz anders ist.

Der Autor:
Martin Wittmann, 1979 in Landshut geboren, studierte in Soziologie in München, unterbrochen von einem halben Jahr in Melbourne und einem Uni-Semester in Barcelona.

Martin Wittmann: Up & down under
Mit Kind und Känguru durch Australien
1. Auflage 2016
Paperback, 264 Seiten
Preis: 14,99 € (D) / 16,50 € (A) / sFr. 19,90 ISBN 978-3-7701-8262-6
Erscheint am 21.07.2016 in der Reihe der DuMont Reiseabenteuer.

Sonntag, 17. Juli 2016

Wandern in der Sächsischen Schweiz

Nicht mal zwei Stunden von Leipzig entfernt liegt das kleine Örtchen Lohmen. Hier kann man die atemberaubende Bastei bestaunen und erleben. Die Bastei ist eine Felsformation mit Aussichtsplattform in der Sächsischen Schweiz am rechten Ufer der Elbe.


Herrliche Wanderwege führen durch das Gebiet. Wir haben uns für Nummer E3 und ein Stück auf dem Malerweg entschieden und sind eine schöne große Runde gewandert. Circa 15 Kilometer waren es an dem Tag - perfekt für einen schönen Sonntagsausflug.


Auf der Bastei selbst ist einfach zu viel los. Viele Touristen und Tagesausflügler die vor allem zum Gucken und Essen kommen. Es gibt Restaurants und Imbissbuden und entsprechend ist viel los. Läuft man ein Stück vom Trubel weg in Richtung Felsenbühne Rathen kommt man automatisch an der Felsenburg Neurathen vorbei die man sich (für 2€) unbedingt ansehen sollte. Sie liegt in den Basteifelsen und ist die größte mittelalterliche Felsenburg der Sächsischen Schweiz. Echt beeindruckend.


Folgt man dem ausgewiesenen Wanderweg erreicht man den schönen Kurort Rathen der direkt an der Elbe liegt. Automatisch passiert man auch die Naturbühne "Felsenbühne Rathen". Zwischen Mai und September kann man sich hier Stücke wie "Der Freischütz", "Carmina Burana" oder auch "Die Zauberflöte" Open Air ansehen. In Rathen selbst gibt es jede Menge Hotels, Restaurants und Souvenir Shops. Der Ort ist der einwohner- und flächenkleinste Gemeinde in Sachsen und besteht aus zwei Ortsteilen die durch die Elbe getrennt sind. Mit einer sogenannten Gierseilfähre, die zur Fortbewegung die Strömung des zu überquerenden Flusses ausnutzt, kann man beide Ortsteile erreichen.


Schlecht für uns das wir denselben Weg wieder nach oben Wandern müssen. Abwärts macht es natürlich immer mehr Spaß. :-) Wieder auf der Bastei angekommen, entschließen wir uns zur Gaststätte Amselfall zu laufen um ein kühles Bier zu trinken. Auf den Weg dorthin passieren wir die faszinierenden Schwedenlöcher - eine klammartige Schlucht mit zig Stufen und Brücken.

In den Schwedenlöchern
Nach dem beschwerlichen Abstieg winkt am Ende die Einkehr in der Gaststätte Amselfall. Sehr idyllische Lage in der Schlucht direkt neben dem Wasserfall. Für eine kurze Auszeit bei Kaffee und Kuchen oder einem Bier einfach perfekt.


Von hier aus laufen wir dann noch ca. 1 Stunde zurück bis zum Auto und sind noch lange begeistert von diesem schönen Tag.