Freitag, 21. Oktober 2011

Levada Risco und Risco Wasserfall

Heute ging es für uns zum höchsten Wasserfall der Insel nämlich zum "Risco Wasserfall". Der Weg dorthin führt entlang der "Levada do Risco" und ist wunderschön.



Verlaufen kann man sich hier nicht, immer der Levada (künstliche Wasserlauf) entlang oder den Ausschilderungen.


Mit meinem Bruder können wir die weite Strecke nur schlecht laufen, mit Rollstuhl ging auch nicht, also musste jemand rechts, eine andere Person links die Hand nehmen und auf gings. Für "normale" Leute ist der Weg von rund 1,8 Kilometern recht kurz und schnell zu laufen - für uns nicht, aber am Ende sind wir auch heil angekommen. Leider war der Anblick nicht ganz so spektakulär wie gewünscht:



Naja, ich hatte mir etwas Anderes unter "höchster" Wasserfall vorgestellt, auf jeden Fall mit mehr Wasser. *lach* Schön war´s aber trotzdem und es gab sehr lustige und verfressene Vögel am Wasserfall die nur so auf die Touris gewartet haben um ihnen das Essen zu klauen.


Weiter ging es dann zu einem der vielen Leuchttürme der Insel. Leider weiß ich nicht wie er heißt, aber er war wunderschön und das Wetter wurde ab dem Moment auch sehr, sehr schön.




Und auf dem Weg zurück in unser Haus, sind wir noch kurz an Porto Moniz vorbei gefahren und hatten dort schon mal einen kleinen Ausblick auf die Sehenswürdigkeit des Ortes, nämlich ein Meeresschwimmbecken.


Dort haben wir auch einen wunderschönen Tag verbracht, dazu mehr im nächsten Post. :-)

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Madeira Tag 1

Heute lege ich endlich los mit einem detaillierten Reisebericht und natürlich Fotos. Der Start in den heißersehnten Urlaub war schon etwas chaotisch. Ich habe mich beim Blick auf den Straßenbahnplan vertan und so hatten wir 10 Minuten Verspätung. Eigentlich nicht wild, allerdings fuhr kein Zug, keine S-Bahn kein nix in den nächsten 1,5 Stunden zum Flughafen. Taxis, ja, das war die Notlösung. D. meinte noch mit 10€ sind wir dabei, jaja, der ist lang kein Taxi mehr gefahren. Ich schätzte etwas zwischen 25-30€ und hatte Recht. Egal, nützt ja nix, wenigstens waren wir pünktlich. Am Flughafen haben wir uns dann mit meinen Eltern und meinem Bruder und seiner Freundin getroffen und dann konnte es auch schon los gehen. Der Flug war ok, für mich viel zu lang, denn ich hab Flugangst. Als ich dann noch die Landebahn in Funchal gesehen habe, war´s aus. Gut das ich das hier, erst hinterher gelesen habe:

"Früher war der Anflug auf den Flughafen schwierig und gefürchtet, da er sich direkt am Hang der Steilküste befindet, wo Scherwinde auftreten können und bis Herbst 2000 die Bahn mit 1781 Metern auch relativ kurz war. Am 15. September 2000 wurde die auf 2777 Meter verlängerte Start- und Landebahn eröffnet, auf welcher nun alle Flugzeugtypen landen können. Die Bahnverlängerung wurde über eine Bucht mit einem aufwändigen Stützenbauwerk von 1020 Metern Länge und 180 Metern Breite für 520 Mio. Euro realisiert. Die dabei verbauten 3 Meter dicken Betonpfeiler sind bis zu 120 Meter lang, davon bis zu 59 Meter oberirdisch, der Rest ist unterirdisch oder im Meeresgrund verankert."

Ich wär nicht in das Flugzeug gestiegen hätte ich das vorher gewusst. Die Ladung war ok, das Wetter auch und das Auto ein Witz, naja, eigentlich nicht – es war das was wir bestellt haben, ein 7-Sitzer für 6 Personen und einen Rollstuhl absolut ok. Nur hatte niemand auch nur kurzzeitig daran gedacht das wir ja auch noch 6 Gepäckstücke dabei hatten. Naja, es ging dann irgendwie und nach einer 1 stündigen Fahrt vom Süden der Insel bis nach Boaventura im Norden entschädigte der Blick aufs Haus für Alles.


Wunderschön und mit einem Wahnsinns-Ausblick:



Unbezahlbar wenn man dies jeden Morgen sehen könnte und dabei gemütlich einen Kaffee trinkt. :-) Da wir gegen 17.00 Uhr gelandet sind, wurde an dem Tag nichts mehr unternommen. Ankommen, Zimmer verteilen und auspacken, mehr war nicht drin. Allerdings ist der Zugang zum Haus sehr schwierig: 170 Betonstufen ohne Geländer und ziemlich steil. Herrlich. Gerade für meinen Bruder der seit einem Autounfall nur noch schlecht laufen kann eine echte Herausforderung und das täglich, ABER er hat das Haus ausgesucht und wusste vorher wie anstrengend das Ganze wird, aber ihr kennt das ja mit der Theorie und der Praxis. *lach*

(oben, etwas links sieht man unser Haus)

(ein Geländer ist angedeutet, mehr nicht)

Mir hat die Treppe mit meinem Koffer echt gereicht und jeden Tag mussten wir die Stufen bei der Hitze mindestens einmal hoch und runter laufen. Weniger schön. Meine Eltern und ich sind abends noch ins 20 Kilometer entfernte Santana gefahren wozu wir rund 3 Stunden brauchten. Nun ja, andere Länder, andere Sitten, andere Straßenverhältnisse. Bei einem guten Glas Madeirawein und einer Runde Kniffel konnte der Urlaub beginnen. :-)