Donnerstag, 17. November 2011

Madeira Tag 3

Heute endlich geht es mit dem Madeirabericht weiter – Tag Nummer 3. Eigentlich (was für ein Unwort), wollten wir heute mit der Fähre auf die Nachbarinsel Porto Santo. Dort haben wir uns auf das Columbus Haus und den herrlichen Sandstrand gefreut, den Madeira ja leider nicht hat. Die Fähre sollte um 8 auslaufen, wir waren 8.15 Uhr da. So typisch für meine Familie. *lach* Da wir nun aber einmal in Funchal waren und die Hauptstadt Madeiras eh auf unserem Plan stand, haben wir uns auf den Weg gemacht die Stadt im Süden der Insel bei herrlichstem Wetter zu erkunden. Wie das jeder Tourist so macht, hieß es auch für uns: Korbschlitten fahren. Dazu muss man nach Monte – einem 600 bis 800 m ü. M. gelegenen Ort oberhalb Funchals. Die Fahrt dorthin war mehr als aufregend, der Ausblick auch. Für 35€ pro Person ging es dann in den landestypischen Korbschlitten, 2 Kilometer bergab. Mit dabei waren 2 in weiß gekleidete Schlittenlenker.



Und zwischendrin gab es immer wieder wunderschöne Ausblicke auf die Stadt und den Hafen:


Mit dem Taxi, aber auch zu Fuß oder mit einer der beiden Seilbahnen ging es dann wieder hinauf nach Monte. Dort gibt es nämlich noch eine sehr schöne Kirche zu besichtigen, die "Nossa Senhora do Monte" – Die Kirche unserer lieben Frau von Monte welche nach einem Erdbeben 1818 nach dem Wiederaufbau, eingeweiht wurde.


Im linken Seitenschiff der Kirche ist der Sarg des letzten Kaisers von Österreich, Karl I., aufgebahrt. Er wurde nach dem Ersten Weltkrieg in die Verbannung geschickt. Am 19. November 1921 kam er nach Funchal, wo er bis zu seinem Tode 1922 mit seiner Familie in dem Herrenhaus Quinta Gordon oberhalb der Kirche lebte. Das Foto ist leider nicht scharf. :-/



Nach einer kleinen Stärkung, ging es zur Uferpromenade, bei herrlichstem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Im Hafen von Funchal legen regelmäßig Kreuzfahrtschiffe an. An diesem Tag die Aida Sol.


An der Promenade haben wir dann auch ein Tickethäuschen entdeckt, welches Karten für die Fähre nach Porto Santo verkaufte. Da wir dachten das es eventuell günstiger ist sie hier, als an Board zu kaufen, sind wir mal schauen gegangen. Die Dame war sehr nett und erklärte uns das man die Tickets IMMER einen Tag vorher kaufen müsste und ohne gar nicht an Bord gekommen wäre. Puh, noch ein Grund weniger sich über das Zuspätkommen am Morgen zu ärgern. Wir wären so oder so nicht nach Porto Santo gekommen. Wir kaufen dann gleich die Tickets für uns und das Auto und fuhren 2 Tage später auch die Nachbarinsel.

Auf der Suche nach dem "Mercado dos Lavradores" dem Markt, sind wir ein wenig durch die herrliche Altstadt geschlendert und haben das ein oder andere Schmuckstück an manchem Haustüren entdeckt.




Der Markt war toll, aber es gab alles doppelt und dreifach und was ich sehr seltsam fand war, dass bestimmte Dinge von Stand zu Stand extrem im Preis geschwankt haben obwohl die Qualität die gleiche war. Seltsam... Der Markt war toll, aber es gab alles doppelt und dreifach und was ich sehr seltsam fand war, dass bestimmte Dinge von Stand zu Stand extrem im Preis geschwankt haben obwohl die Qualität die gleiche war. Seltsam...Berühmt ist die Markthalle für seinen Fischmarkt, der allerdings früh morgens stattfindet, wenn die Fischer vom Meer kommen und nicht mittags, wenn wir kommen. *lach* Also gab es nur noch "Reste" zu bestaunen.



Ein toller, aber anstrengender Tag. Nach der einstündigen Rückfahrt in unser Haus, im Norden der Insel, gab es dann nur noch Abendbrot und mein Bett, aber nicht ohne den herrlichen Sonnenuntergang versuchen zu fotografieren.