Montag, 16. April 2012

Auf den Spuren von Elvis Presley, Johnny Cash & Co.

Wir waren nicht die ersten in der Country Music Hall of Fame, aber auch nicht die Letzten. :-) Es war herrlich ruhig und wenig los, genau richtig um sich in Ruhe umzuschauen und zu Sehen gab es eine Menge, auch für Leute wie uns die mit Country und Blues nicht so viel am Hut haben. Ok, ich bin ein sehr großer Johnny Cash Fan, aber um den gehts ja nicht nur alleine.

Das Museum enthält Artefakte und Memorabilien der Country-Musik und macht sie durch Ausstellungen der Öffentlichkeit zugänglich. Zahlreiche Stars vermachten dem Museum ihre persönlichen Erinnerungsstücke.

Neben der dokumentarischen und publizistischen Aufgabe ehrt die Country Music Hall of Fame verdiente Persönlichkeiten der Country-Musik. Es gilt als höchste Auszeichnung, in diese Institution aufgenommen zu werden. Gewöhnlich werden Künstler, Songwriter und Produzenten erst am Ende ihrer Karriere oder postum berücksichtigt. Die ersten, die 1961 ausgezeichnet wurden, waren Hank Williams, Jimmie Rodgers und der Songschreiber Fred Rose.







Sehr spannend und interessant gemacht. Natürlich musste noch ein Johnny Cash Shirt mit und ein Aufkleber für´s Auto, auch wenn Domi gemeckert hat. Mir egal, da muss er durch. :-)

Dann gings weiter Richtung Memphis. Ziel sollte eigentlich Graceland sein, allerdings macht das zum Sonntag um 16.00 Uhr zu uns es war schon halb. Also haben wir umdisponiert und sind zu diesem unscheinbaren Gebäude gefahren:


Sun Records - das Musiklabel schlecht hin. Hier wurde Rhythm and Blues-, Rockabilly- und die Rock ’n’ Roll-Musik quasi erfunden und Künstler wie Elvis Presley, Johnny Cash oder Jerry Lee Lewis wurden hier entdeckt bzw. haben ihre ersten Platten hier aufgenommen. Wir kamen in den Genuss Aufnahmen von Elvis Presley zu hören als er 18 Jahre jung war und eigentlich nur einen Song für seine Mutter zum Geburtstag aufnehmen wollte - eine Platte aufnehmen konnte damals jeder für 4$. Die Sekretärin des Studios hat heimlich eine Kopie gemacht (sie fand Elvis so gut) um sie den Besitzer des Studios vor zuspielen - der Rest ist Geschichte...

Das wirklich Spannende ist das das Studio noch im Originalzustand ist und KEIN Museum ist, das heißt das auch heute noch täglich Bands kommen um hier ihre Platten aufzunehmen und das kleine Studio Monate im Voraus ausgebucht ist. Deshalb sah es dort auch so aus:


Die Instrumente werden einfach beiseite geschoben und dann können die Touris rein. Genial. :-) Es war wirklich beeindruckend dort zu stehen wo schon Elvis, Johnny oder auch moderne Künstler wie U2, Matchbox 20 oder Maroon 5 standen und Musik gemacht haben. Kaum zu beschreiben wie man sich da fühlt.

Eines der bekanntesten Fotos aus den Sun Studios ist wohl Dieses:


Das Million Dollar Quartet bestehend aus Elvis Presley, Carl Perkins, Jerry Lee Lewis und Johnny Cash. Entstanden bei einer spontanen Jamsession. Sam Phillips, Besitzer des Studios, ließ die Aufnahmen einfach weiter laufen (eigentlich war er mit anderen Künstlern am Arbeiten als Elvis und Johnny spontan vorbei kamen) und nahm somit, ganz zufällig, eine komplette Session der 4 Künstler auf. Mehr als Gold wert - nämlich unbezahlbar.

Danach gings für uns noch an den Mississippi zu einem kleinen Abendspaziergang.