Mittwoch, 28. Mai 2014

Eine Reise ins dänische Limfjordland

Selbst habe ich es dorthin noch nicht geschafft. Meine Reise ins Nachbarland hörte schon in Rømø wieder auf, aber dort war es absolut wunderbar.

Mit diesem Blogbeitrag möchte ich Euch und mir das schöne Dänemark ein wenig näher bringen, gezielt die Region Limfjord. Eine Meerenge zwischen der Halbinsel Jütland und der Insel Vendsyssel-Thy in Dänemark. Er verbindet die Nordsee im Westen und das sogenannte "Kattegat" (auf niederländisch Katzenloch) - ein Meeresgebiet zwischen Dänemark und Schweden.

Der wichtigste Hafen in der Region ist Aalborg - in ganz Dänemark ist sie die viertgrößte Stadt. Hierher zu gelangen ist dank der guten Infrastruktur ein Leichtes. Per Eisenbahn über eine Brücke aus dem Jahr 1879, über die riesige Klappbrücke "Limfjordsbroen" oder über die Autobahn durch den "Limfjordtunnel".


Fisch und Meeresspezialitäten sind in Dänemark einfach nicht wegzudenken. Die Region Limpfjorden ist für ihre Muschelzucht sehr berühmt - hauptsächlich Miesmuscheln, aber auch Austern werden hier gezüchtet. Über 40 kleine und größere Jachthäfen gibt es in dieser Region und ganz sicher auch in fast Jedem ein Restaurant welches diese leckeren Spezialitäten anbietet. Probiert doch zur Abwechslung mal ein dänisches Bier dazu oder gar einen Schnaps.


Auf der Webseite www.visitlimfjorden.com gibt es eigens dafür sogar eine Schnapsroute auf der man als Tourist wandeln kann. Entlang dieser Route gibt es landschaftliche und kulturelle Highlights zu bestaunen...in erster Linie geht es aber um die Schnapsherstellung. So liegen alte Handelsstädte genauso am Wegesrand wie alte Herrenhäuser oder Klosterruinen in denen Rezepte ausprobiert, verfeinert und von Generation zu Generation weiter gegeben wurden. Lage und Klima des Limfjordlands lassen hier neben Sanddorn und Wermut auch Lab- und Johanniskraut gedeihen. Diese und viele andere Kräuter der Region geben dem Kräuterschnaps von hier eine ganz einzigartige Note.

Fortbewegung einmal anders

Wenn hier in Dänemark von "Bussen" die Rede ist, sind damit keine gemeint. Hier sind das Fähren die kreuz und quer durch die Gewässer fahren. Die Strecken dauern je nach Entfernung zwischen 2 und 20 Minuten. Fahrräder können jederzeit mitgenommen werden ebenso Autos.


Radfahren und jede Art von Wassersport sind hier immer und fast überall möglich. Mit dem Rad kann man über 600 Kilometer Radweg befahren. Neben internationalen Radwegen gibt es auch viele kleine lokale Routen auf denen es sich lohnt zu fahren oder spontan einmal abzubiegen. Nur so kann man Land und Leute intensiv kennen lernen. Segler und Surfen erleben hier das Paradies auf Erden mit den allerbesten Voraussetzungen.




Fazit:

Ruhe, Natur, das Wasser vor der Tür... für wen das wie Musik in den Ohren klingt - der ist hier genau richtig. Die dänische Region Limfjord bietet all das und das mehr oder weniger direkt vor unsere Haustür. Sportbegeisterte werden hier ebenso fündig wie Feinschmecker von Fisch- und Meeresspezialitäten. Mit dem Rad oder zu Fuß lassen sich Flora und Fauna das ganze Jahr über bestens erkunden. Im Sommer laden die Strände Familien zum Badeurlaub ein, im Winter genießt man lange Strandspaziergänge und danach ein heißes Getränk in einem der vielen Restaurants. So vielfältig präsentiert sich mir und euch das Limfjordland und ist somit definitiv eine Reise wert.

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Sonntag, 18. Mai 2014

Wo aber der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens - Besuch im Weinberg von Alain Brumont

Einen außergewöhnlichen Tag haben wir im Weinberg von Alain Brumont verbracht. Neben einer exklusiven Führung - nur für uns beide - gabs im Anschluss ein Vier-Gang-Menü mit leckeren, begleitenden Weinen. Ein wahrliches Erlebnis und ein absoluter Gaumenschmaus.

Lecker oder? ;-)
Leider konnte unser Begleiter nur französisch, also hatte ich das Nachsehen. Ganz ehrlich war das aber auch ok. Ich schaue eh lieber als das ich zuhöre und es ging ja auch nur um die Weinherstellung. Ich trinke lieber welchen. *lach*


Im Cháteau Montus gabs dann tolle Einblicke in die Herstellung und Lagerung von Wein. Es wurde uns viel über die Leiharbeiter erzählt die zur Ernte nach Frankreich kommen und auch über die Bekämpfung von Krähen die die Trauben fressen. Diese Franzosen haben da eine ganz eigene Methode. Dazu später mehr...Mein Mann hörte gespannt zu und ich konnte ein paar Bilder machen.


Nach der Besichtigung ging es durch die Weinberge wieder zurück zum Haupthaus und zum abschließenden Mittagessen. Natürlich haben wir auch ein paar Flaschen gekauft, einfach weil der Wein fantastisch schmeckt und recht erschwinglich ist.

In den Weinbergen ist uns immer wieder ein lautes Knallen aufgefallen ähnlich einer Kanone. Zuerst haben wir vermutet das es sich um ein Fest oder eine millitärische Übung handelt, aber das ist die Abschreckung für die Krähen. Im Boden sind so eine Art Bewegungsmelder eingebaut die eben einen Kanonenknall abgeben sobald sich ein Vogel niederlässt. Unglaublich - gerade für die Menschen die im Umkreis leben. Diese Franzosen.... :-)


Mittwoch, 14. Mai 2014

Wandern entlang des Kocher-Jagst-Trails // Teil 2

Schon am Abend zuvor habe ich mich nur noch ins Bett gequält und nach einer erholsamen Nacht, spürte ich dann wirklich jeden Muskel in meinem Bein. Mein ganzer Halteapparat war im Eimer, die Hüfte schmerzte, null Bock Stimmung. Was aber nützt das Geheule wenn man doch wieder 17 Kilometer vor sich hatte? Richtig - nüscht.


Mein Mann hat mich wirklich fantastisch motiviert, ohne ihn hätte ich mir sicherlich ein Taxi bestellt und wär zum nächsten Hotel gefahren. Doch irgendwann, nach einer gefühlten Ewigkeit, packte mich der Ehrgeiz und ich wollte es mir selbst beweisen. Ich schaffe 40 Kilometer an 2 Tagen. TSCHAKA!!!

Landschaftlich war der zweite Tag nicht so schön wie er erste. Wir gingen in Richtung einer großen Stadt, das merkte man schon unterwegs am Krawall der nahliegenden Autobahn, den Autobahnbrücken unter denen wir durch mussten und an den gelben "M´s" in der Ferne. Als wir aus Kirchberg/Jagst raus marschierten, gab´s zum Abschied aber noch ein Postkartenmotiv - nur für uns allein. ;-)


Eine wunderbare und zuckersüße Stadt die wir uns ganz sicher noch einmal genauer anschauen werden. Auf einem Berg gelegen mit alten Stadtmauern, kleinen Gassen und einem Schloss. Wie im Märchen. :-)

Aufregendes ist während der Wanderung nicht passiert - doch Halt: Uns kamen in 5 Stunden ganze 15 Menschen entgegen, das ist eine Steigerung von über 100% gegenüber dem Vortag. :-) Den Großteil der Strecke sind wir neben dem Fluss Jagst gelaufen und haben mystisch verwachsene Steine entdeckt, stillgelegte Mühlen und Brücken á la Sleepy Hollow. Gruselig....


In Crailsheim angekommen, ging es für uns ins fantastische Hotel Post Faber. Mitten im Zentrum gelegen, trotzdem ruhig und sehr modern. Unser Zimmer hatte ein nagelneues oder sehr gut gepflegtes Badezimmer. Ein Traum. Frisch gemacht, noch ein bissel gedöst und dann gings zum Italiener.

Einer entspannten Nacht folgte ein grandioser und sonniger Morgen, mit einem Frühstücksbuffet was uns wunschlos glücklich gemacht hat und als Krönung gabs noch ein Vesperpaket. Damit hatten wir gar nicht gerechnet und haben uns dann abends daheim darüber hergemacht als die Wanderreise für uns vorbei war und wir nur noch unsere Wunden lecken mussten....

Donnerstag, 8. Mai 2014

Wandern entlang des Kocher-Jagst-Trails // Teil 1

Am langen Wochenende, dank Brückentag, haben wir uns mal für eine ganz andere Art des Urlaubs entschieden: Wandern. Eigentlich nicht unser Ding, eigentlich nur was für alte Leute und eigentlich total langweilig. Denkste - wir nämlich auch, bis zum letzten Wochenende. Jetzt wissen wir´s besser und ich denke das Wandern wird sich zur kleinen Leidenschaft entwickeln.

Vorbereitung

Super Tipps, Karten, Routen, Übernachtungs- und Rastmöglichkeiten und noch Vieles mehr findet Ihr auf der Webseite von Wandersüden Baden Württemberg Hier gibt es übrigens auch Tourenangebote für Wandertouren in ganz Deutschland. Neben guten und wetterfesten Klamotten, solltet ihr unbedingt an festes Schuhwerk, Regenjacke, Handy, Essen, Getränke und Wechselsocken denken. Wir waren zusätzlich mit jeder Menge Kartenmaterial ausgerüstet was uns ab und an wirklich aus der Patsche geholfen hat. Trotz fantastischer Ausschilderung waren wir doch zweimal orientierungslos, aber Dank der Karten nicht allzu lange. Gute Tipps zur Aufteilung der Etappen findet ihr auch auf der Seite vom www.kocher-jagst-trail.de Besonders positiv möchte ich hier der Kocher-Jagst-Trail - Pocketguide erwähnen, den gibts übrigens hier kostenlos.

Tag 1 - Erste Etappe - Blaufelden nach Kirchberg/Jagst – 19,4 km

Nach einer fantastisch geruhsamen Nacht im Hotel Zum Hirschen in Blaufelden und einem noch besseren Frühstück ging es gegen 10 Uhr voller Vorfreude den knappen 20 Kilometern entgegen. Mit dabei war, neben unsere Ausrüstung, ein tolles Vesperpaket von Hotel, hier konnten wir auch das Auto kostenfrei stehen lassen.

Los gehts...
Fantastisch ausgeschilderte Wege machten unsere erste Wandertour zum echten Erlebnis. So leicht hätten wir uns das wirklich nicht vorgestellt. Unser Gepäck wurde übrigens in der Zwischenzeit von einem Hotel zum nächsten transportiert - was für ein Service. Unser Ziel an diesem Tag war Kirchberg/Jagst, dort genau das Landhotel Kirchberg. Aber das war morgens um 10 noch Zukunftsmusik...also los gehts.


Am ersten Tag hatten wir das große Glück absolut keinen Menschen auf der Tour zu treffen, was wirklich Luxus ist zummindestens haben wir das so empfunden und entsprechend auch die wunderschöne und ruhige Landschaft bestaunt und erkundet.

Von unterwegs...
Natürlich haben wir auch Pausen gemacht, leider nicht ganz so zünftig wie ich mir das gewünscht hätte, da es einfach nirgends ein Gasthaus o.ä. gab in das wir Einkehren konnten. Entweder geschlossen oder wir sind einfach an den Ortschaften vorbei marschiert. Eigentlich schade, aber so konnten wir uns das Geld sparen und es abends dann für leckerem Fleischkäs und Flädlesuppe ausgeben. Dazu ein Crailsheimer Engelbräu - was für ein perfekter Abschluss für einen 7 stündigen Wandertag, aber unterwegs sah das Pause machen eher so aus...


Fazit

Wir haben für die Strecke knappe 7 Stunden benötigt, was unserer Meinung bei über 20 Kilometern die wir mit Umwegen gelaufen sind, absolut ok und vertretbar ist. Lustig ist das bei Hochwasser oder im Winter der Kocher-Trail nicht so gewandert werden kann wie wir es getan haben, denn man muss ein ganzes Stück durch bzw. sehr nah an einem Fluss lang und am Ende auch über ein paar glitschige Steine balancieren, dass ist wirklich nicht Ohne, auch ging die Wanderung teilweise an steilen Hängen entlang und bei dem Matsch den wir leider hatten, war Festhalten unbedingt notwendig. Ältere Leute oder Familien mit Kindern hätten an manchen Stellen keinen Spaß gehabt. Also schaut unbedingt mal vorbei bei: www.wandersüden.de wenn Euch das Thema interessiert.

Hier unsere Route nochmal im Detail. Ich würde sie als mittel einstufen und wir waren sehr stolz als wir am Abend in Kirchberg/Jagst angekommen waren, auch wenn wir leider keine Lust mehr hatten und den schnuckeligen Ort anzusehen, dafür aber am nächsten Tag. Heute heiß es nur noch die schwäbische Küche genießen und dann ab in die Federn. Selten davor hat sich ein Bett für mich soooo gut angefühlt.

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