Mittwoch, 14. Mai 2014

Wandern entlang des Kocher-Jagst-Trails // Teil 2

Schon am Abend zuvor habe ich mich nur noch ins Bett gequält und nach einer erholsamen Nacht, spürte ich dann wirklich jeden Muskel in meinem Bein. Mein ganzer Halteapparat war im Eimer, die Hüfte schmerzte, null Bock Stimmung. Was aber nützt das Geheule wenn man doch wieder 17 Kilometer vor sich hatte? Richtig - nüscht.


Mein Mann hat mich wirklich fantastisch motiviert, ohne ihn hätte ich mir sicherlich ein Taxi bestellt und wär zum nächsten Hotel gefahren. Doch irgendwann, nach einer gefühlten Ewigkeit, packte mich der Ehrgeiz und ich wollte es mir selbst beweisen. Ich schaffe 40 Kilometer an 2 Tagen. TSCHAKA!!!

Landschaftlich war der zweite Tag nicht so schön wie er erste. Wir gingen in Richtung einer großen Stadt, das merkte man schon unterwegs am Krawall der nahliegenden Autobahn, den Autobahnbrücken unter denen wir durch mussten und an den gelben "M´s" in der Ferne. Als wir aus Kirchberg/Jagst raus marschierten, gab´s zum Abschied aber noch ein Postkartenmotiv - nur für uns allein. ;-)


Eine wunderbare und zuckersüße Stadt die wir uns ganz sicher noch einmal genauer anschauen werden. Auf einem Berg gelegen mit alten Stadtmauern, kleinen Gassen und einem Schloss. Wie im Märchen. :-)

Aufregendes ist während der Wanderung nicht passiert - doch Halt: Uns kamen in 5 Stunden ganze 15 Menschen entgegen, das ist eine Steigerung von über 100% gegenüber dem Vortag. :-) Den Großteil der Strecke sind wir neben dem Fluss Jagst gelaufen und haben mystisch verwachsene Steine entdeckt, stillgelegte Mühlen und Brücken á la Sleepy Hollow. Gruselig....


In Crailsheim angekommen, ging es für uns ins fantastische Hotel Post Faber. Mitten im Zentrum gelegen, trotzdem ruhig und sehr modern. Unser Zimmer hatte ein nagelneues oder sehr gut gepflegtes Badezimmer. Ein Traum. Frisch gemacht, noch ein bissel gedöst und dann gings zum Italiener.

Einer entspannten Nacht folgte ein grandioser und sonniger Morgen, mit einem Frühstücksbuffet was uns wunschlos glücklich gemacht hat und als Krönung gabs noch ein Vesperpaket. Damit hatten wir gar nicht gerechnet und haben uns dann abends daheim darüber hergemacht als die Wanderreise für uns vorbei war und wir nur noch unsere Wunden lecken mussten....