Freitag, 29. August 2014

Barbarossadenkmal

Da mein Mann ja nicht von hier kommt und Vieles noch nicht gesehen hat, gibts spontan - ab und an mal - einen Ausflug zu Plätzen die ich in meiner Jugend und Kindheit gefühlte zig Tausend mal gesehen habe - sehen musste, aber mit der Zeit und einem gewissen Abstand, macht auch mir das wieder Spaß.

Irgendwann im Mai gings für uns in den Kyffhäuser, denn hier steht das imposante Barbarossadenkmal.


Zwischen 1890 und 1896 zu Ehren Kaiser Wilhelm des Ersten erbaut ist es neben dem Völkerschlachtdenkmal in Leipzig  und dem Kaiser Wilhelm Denkmal an der Porta Westfalica das drittgrößte Denkmal Deutschlands.


Ganz klar gibt es auch hier eine wunderschöne Geschichte zu erzählen: 
Ludwig Bechstein Thüringer Sagenbuch 1836
Kaiser Friedrich der Rotbart im Kyffhäuser 

Kaiser Friedrich der Rotbart unternahm einen Kreuzzug in das heilige Land, dieses den Türken zu entreißen, von dannen er nicht wieder heimkehrte. Und bald darauf entstand im Volk mancherlei Gerücht und Sage, dass er nicht, wie doch die Kunde war, gestorben sei, sondern noch lebe, und wiederkommen werde. So wurde gesagt, er sei in einem Berg verzückt und gebannt. Manche nennen den Untersberg bei Salzburg, andere einen Felsen bei Kaiserslautern, darin der Kaiser verzaubert sitzen soll. Am meistern aber wird der Kyffhäuser als solcher Berg genannt. Da hinein soll er sich selbst verflucht haben mit seiner Tochter und allem Hofgesinde bis zur Zeit seiner Wiederkehr. Da sitzt er nun im Bergschloss, umgeben von seinen Wappnern, in einer glänzenden Halle, an einem güldenen Tisch und trägt auf dem Haupt eine alte güldene Krone. Des Kaisers roter Bart ist durch den Tisch gewachsen und reicht zweimal schon um den Tisch herum. Wenn er aber zum drittenmal herumreicht, dann wird der Kaiser heraufkommen, das Reich wieder behaupten, das Regiment bessern und das gelobte Land mit dem heiligen Grabe den Türken abgewinnen. Dann wird er seinen Schild hängen an den dürren Ast eines Birnenbaumes, der auf dem Ratsfeld steht, und eine große Schlacht wird dann geschlagen werden, der Baum aber wird grünen und blühen. Auch schläft der Kaiser nicht, sondern er nickt und zwinkert mit den Augen, wie im Halbschlummer und alle hundert Jahre sendet er einen Zwerg hinauf zu schauen: ob die Raben noch um die alte Burgwarte von Kyffhausen fliegen? Wenn er nun wiederkommt und aussagt, dass sie noch fliegen, wird der alte Kaiser traurig wie zuvor und schlummert wieder fort. So haben ihn schon manche gesehen.


Nach dem Aufstieg zum Denkmal wird man mit einem grandiosen Ausblick belohnt. Natürlich kann man das Denkmal selbst auch besteigen und sich im Inneren eine Ausstellung ansehen. Ein kleines Café "Kaisers Picknick" lädt zum Verweilen ein und ganz sicher findet jeder was für de kleinen Hunger zwischendurch unter den reichhaltigen Thüringer Spezialitäten.

Weitere Infos gibt es hier: www.kyffhaeuser-tourismus.de

Montag, 25. August 2014

Lonely Planets Großartige Welt – viel mehr als ein prachtvoller Bildband

Eine golden leuchtende Ebene. Am Horizont: dunkle, im Schatten liegende Berge unter rosa angehauchten Wolken. Davor eine Herde Zebras, begleitet von ihren Schatten, die das dramatisch aufscheinende Abendlicht lang und länger werden lässt. Die Herde wirkt klein angesichts des weiten Wüstenpanoramas, aber nicht erloren: Es ist, und auch das sagt das Bild aus, ihre Heimat. Eine Momentaufnahme aus dem Namib-Band-Naturreservat im Süden Namibias, eingefroren in der Zeit und doch so voller Leben, wie eine Fotografie nur sein kann. Das Foto der wandernden Zebras, aufgenommen aus einem tief fliegenden Flugzeug, ist nur eines von Dutzenden. Diese lassen in dem prächtigen Bildband Lonely Planets Großartige Welt ein ganz besonderes Bild unseres Planeten erstehen. Die eindrucksvollen Porträts und Momentaufnahmen sind nicht, wie üblich, geografisch sortiert, sondern nach übergeordneten Themen über alle Staats-, Landschafts- und Kontinentgrenzen hinweg. So bekommen sie eine zusätzliche Tiefe – für den aufmerksamen Leser und Betrachter eine ganz besondere Erfahrung.

„Was ein schöner Ort ausstrahlt ist mehr als das, was man mit den Augen sieht“, heißt es im Vorwort von Lonely Planets Großartige Welt. Schönheit zu erleben sei auch geprägt durch äußere Faktoren: Menschen, mit denen man zusammen oder eben gerade nicht zusammen sei, die eigene Stimmung, der Punkt im Leben, an dem man stehe. Ein Kontext, der beim Betrachten eines Fotos nicht vorhanden sei. Es geht also nicht nur darum, unseren Heimatplaneten in all seiner Schönheit und in all seinen Facetten zu porträtieren, sondern es geht um mehr: „Wir wollten etwas schaffen, das zumindest ansatzweise solche Verbindungen zu einem Ort hervorbringt.“ Eine Beziehung zu kreieren also, ein Gefühl der Verbundenheit, Kontakt aufzunehmen zu dem, was den Kern dieser, der einen Welt ausmacht.

„Ursprünge“ heißt folgerichtig das erste Kapitel, in dem uralte Mammutbäume in den Himmel streben, die Milchstraße sich über den im letzten Abendlicht leuchtenden Dolomiten in die Unendlichkeit erstreckt, der Vulkan Kilauea auf Hawai’i funkensprühend neues Land erschafft oder ein bizarres Wolkengebilde über der Wüste des Amboseli-Nationalparks in Kenia Regen verspricht. In „Quellen des Lebens“ jagen Delfine und Seevögel in riesigen Fischschwärmen beim Sardine Run vor Südafrikas Küste, leuchten abgeerntete Felder in West Sussex in England in allen möglichen Goldtönen, macht sich ein Fischer im Licht der aufgehenden Sonne am chinesischen Li-Fluss zwischen kegeligen Karstbergen an sein Tagwerk.

„Harmonie“ heißen weitere Kapitel, „Weite“, „Größe“ oder „Übergänge“. Themen, die viel kreativen Spielraum versprechen, und die illustriert werden durch außergewöhnliche, einzigartige Aufnahmen unseres Planeten. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in der Gestaltung von Lonely Planets Großartige Welt: Doppelseitige Panoramafotos wechseln sich ab mit Bildern, die eine Seite einnehmen oder auch mit zwei halbseitigen Porträts – eine weitere Dimension, die die Beschäftigung mit diesem Prachtband nie langweilig werden lässt. Interessante Informationen zu den einzelnen Aufnahmen finden sich in einem Index zusammengefasst am Ende des Buches.

Wenn also im Kapitel „Gemeinschaften“ die warmen Lichter des japanischen Dorfes Ogimachi in die eisige, schneebedeckte Winterlandschaft hinausstrahlen, dann ist das nicht nur eine berückend schöne Aufnahme. Dann erfährt der Leser auch, dass die traditionellen Bauernhäuser im Zentrum der japanischen Berge steile Dächer gegen die Schneemassen haben – und dass auf den Dachböden Seidenraupen gezüchtet wurden. Das letzte Bild von Lonely Planets Großartige Welt zeigt, im Kapitel „Ewigkeit“, einen riesigen Mond über den schroffen Alpenspitzen von Chamonix. „Solch überwältigende Schönheit“, heißt es im Vorwort, „ist schwindelerregend, sie lässt einen schlicht und einfach … stillstehen. Die Welt ist voll von solchen Orten. Aber wir sind uns ihrer nicht ständig bewusst, und manchmal müssen wir daran erinnert werden, dass es sie gibt.“ Diese Aufgabe erfüllt Lonely Planets Großartige Welt auf eine ganz zauberhafte Weise.
Lonely Planets Großartige Welt
Druck durchgehend vierfarbig
256 Seiten Format: 36,3 x 27,7 cm
Preis: € 39,95 (D) / € 41,10 (A) / sfr 59,90
ISBN: 978-3-8297-1544-7 
Überall, wo es Bücher gibt, im Internet und im Lonely Planet Online Shop erhältlich.

Dienstag, 19. August 2014

Highfield 2014

Am Wochenende hieß es am Störmthaler See in der Nähe von Leipzig wieder "Party On!" und wir waren mittendrin beim Highfield 2014. Zum Einen lieben wir gut gemachte Rockmusik zum Anderen wohnen wir gleich nebenan. Nicht mal 15 Minuten Fahrt brauchen wir um mitten im Getümmel zu sein. Getümmel heißt in dem Fall wir und die anderen 25.000 Besucher! Wow - zum ersten Mal war das Festival ausverkauft seit es von Erfurt im Jahr 2010 nach Leipzig verlegt wurde.

Musikalisch gab es definitiv schon bessere Jahre, aber das ist ja immer noch Geschmackssache. Für mich war der Samstag eine absolut runde Sache. Jupiter Jones (mit neuem Sänger wirklich sehr überzeugend), danach Bosse (er begeistert mich immer, immer mehr), Revolverheld und dann die Überraschung meines Lebens: Fettes Brot. Klar kenn ich hier und da ein paar Lieder, aber live sind die 3 Jungs aus dem Norden DAS Highlight schlechthin. Niemals hätte ich so eine Leistung und vorallem Partystimmung erwartet.


Ganz fies enttäuscht haben mich Blink 182 obwohl ich mich auf die Jungs wirklich am allermeisten gefreut habe. Seit 99 verfolgt mich ihre Musik und nie hat es sich ergeben mal auf ein Konzert zu gehen. Zwischenzeitlich kam dann 2005 ja auch die Trennung. Tja und jetzt eine herbe Enttäuschung für mich. Schade, es hätte unglaublich werden können, wurde es aber nicht...Tom war betrunken, vermute ich, und jedes zweite Wort war irgendein unschöner, vulgärer Ausdruck. Nicht schlimm, aber mit fast 40 einfach uncool und unnütz, aber das Bühnenbild zeigte kurz vor Schluss wirklich nochmal eine kleine Überraschung.


Ein loderndes "Fuck" - nicht schlecht, aber auch das war nur ein kurzer Burner. Rausgerissen hat es am Ende wieder Travis, der sich hinter seinem Schlagzeug mit Abstand Alles und die beste Leistung des ganzen Festivals für mich abgeliefert hat.

Donnerstag, 14. August 2014

Herbst auf Helgoland

Sicherlich zieht es die meisten Besucher im Sommer auf Deutschland´s einzige Hochseeinsel, aber wer sich für den Herbst oder Winter entscheidet, kann auch ein paar wundervolle Tage fernab vom Massentourismus erleben - so wie wir. :-)

Im September hieß es für uns "Leinen los". Von Büsum mit Cassen Eils nach Helgoland - mit der Funny Girl. Um nach Helgoland zu gelangen muss man sich, kurz vor dem Hafen, Ausbooten lassen. Für mich der blanke Horror, für viele andere Touristen schon das erste Highlight. Mit kleinen Börtebooten gehts vom Hauptschiff zum Hafen. Ca. 40-50 Leute finden Platz in den hochseetüchtigen "Nussschalen" aus Eichenholz. Bei starkem Seegang eine Sensation.


Endlich im Hafen von Helgoland angekommen begrüßt uns fantastisches Wetter und die bunten "Hummerbuden" direkt am Hafen die man schon aus weiter Entfernung erkennt. Hier findet man Bisrto´s, Souveniershops und kleine Buden mit Krims Krams. Shoppen kann man hier übrigens Mehrwertsteuerfrei. Sehr lohnenswert für Zigaretten, Alkohol, Düfte oder auch für Schmuck. Für uns nicht von Interesse - wir sind wegen der Natur und der Insel hier.


Unser Aufenthalt ist kurz, nur ein paar Stunden haben wir Zeit, aber die wollen wir natürlich optimal nutzen. Am Besten geht das ganz klar mit der "Inselbahn Helgoland". Entscheiden kann man sich zwischen einer Tour auf dem Unter- oder Oberland. Für uns gibt es, aufgrund eines Familienmitglieds welches im Rollstuhl sitzt, keine andere Möglichkeit als die Unterlandtour zu buchen, denn hier fahren wir direkt bis zur "Langen Anna" dem Wahrzeichen Helgolands.


40 Minuten dauert die Rundfahrt mit der kleinen Bahn - Fotostopps sind inklusive. Unterwegs erfahren wir das es hier keine Autos gibt und selbst das Radfahren verboten ist oder auch das Helgoland im zweiten Weltkrieg schwer von Bomben getroffen wurde. Innerhalb von nicht einmal 2 Stunden wurden über 7.000 Stück abgeworfen. Zwar überlebten alle Einwohner in Bunkern, konnten aber nicht auf der Insel leben bleiben.

Zum Schluss schauten wir noch im Museumshof vorbei und informieren uns über die Geschichte der Post auf der Insel, über den Kinderbuchautor James Krüss und können alte Fotografien bestaunen. Letzter Halt ist im Hafen, an der Büste von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben der hier das "Lied der Deutschen" gedichtet hat.


Noch ein Kaffee zum Schluss und dann gehts zurück auf´s Festland...

Donnerstag, 7. August 2014

Schmankerl zum Oktoberfest: MERIAN guide „Münchner Wiesn 2014“


Das Oktoberfest zieht jährlich Millionen von Besuchern an. Aber auch den Münchnen ist das größte Volksfest der Welt eine Herzensangelegenheit. Sie granteln zwar drüber, dass so viele Leut’ in der Stadt sind, gleichzeitig freuen sie sich aber narrisch, auf der Wiesn mit allen zu feiern – oder wie man in München sagt: „Schee, dassds alle da seids!“

Für Einheimische, Zuagroaste und alle Wiesn-Fans von nah und fern gibt es den topaktuellen Wiesn-Begleiter von MERIAN. Er bietet Informationen für einen rundum gelungenen Oktoberfest-Besuch: wie man hinkommt, wo man feiert und was man anschließend macht. Zudem berichtet Autorin und Wiesn-Expertin Sonja Still auch über Hintergründe und Geschichte. Denn das Oktoberfest ist viel mehr als ein gigantischer Rummel. Es ist ein gewachsenes, kulturelles Event mit langer Historie. Besonders schön verbinden sich Tradition und Gemütlichkeit auf der Oidn Wiesn, die dieses Jahr wieder stattfindet. „Die Stimmung unterscheidet sich ganz deutlich von der auf dem modernen Oktoberfest. Hier wird in Nostalgie geschwelgt und es funkelt der Charme der 1950er-Jahre-Filme, trachtig und süß“, so die Autorin.

Praktisch: mit Übersichtsplan des Festgeländes, Stadtplan, Verkehrslinienplan und Faltkarte. Lizenziert von der Landeshauptstadt München!

Das bietet der MERIAN guide Münchner Wiesn 2014:

  • topaktuelle Infos zu allen großen und kleinen Festzelten
  • die aufregendsten Fahrgeschäfte
  • praktische Tipps von Anfahrt über Hendlmarken bis Zelt-Knigge 
  • die schönsten Biergärten Münchens und die besten Adressen fürs Katerfrühstück
  • die besten Shoppingtipps für Dirndl, Trachten, Gamsbart und Haferlschuh
  • Münchens Top-Sehenswürdigkeiten und Ausflüge ins wunderschöne Umland
  • lizenziert von der Landeshauptstadt München

MERIAN guide Münchner Wiesn 2014
Autorin: Sonja Still
128 Seiten. Format 11 x 19 cm
Klappenbroschur 5 € (D) / 5 € (A) / 8,30 SFr
ISBN 978-3-8342-1894-0 

Die perfekte Ergänzung zum MERIAN guide: der POLYGLOTT Sprachführer Bairisch

Das bairische Lebensgefühl des "Mia san Mia" drückt sich bei der Wiesn auch in der ureigenen Mundart aus. Um Besuchern und Zuagroasten die Verständigung auf dem Oktoberfest zu erleichtern, gibt es jetzt den POLYGLOTT Sprachführer Bairisch. Dieser verrät die wichtigsten umgangssprachlichen Ausdrücke sowie die richtige Aussprache, während der herausnehmbare Flirt- und Fluchflip im Festzelt die zünftige Plauderei unter Buam und Madln erleichtert. Und sollte das bairische Idiom nach der einen oder anderen Maß doch zu zungenbrecherisch erscheinen, hilft das Bildwörterbuch. Mit dem Sprachführer werden die Erfahrungen mit der lokalen Bevölkerung zum Erfolg, auch für den fremdesten Fremden und das nördlichste Nordlicht!

POLYGLOTT Sprachführer Bairisch
128 Seiten. Format 11 x 19
Klappenbroschur 7,99 € (D) / 8,30 € (A) / 13,90 SFr
ISBN 978-3-493-61212-7 

Samstag, 2. August 2014

Einmal Polarkreis und zurück bitte

Und zwar hiermit

Für Leute wie mich, die unter großer Flugangst leiden, der absolute Horror. Gut das mein Bruder, der den Trip als kleine Hochzeitsüberraschung organisiert und geplant hat, nicht vorher erwähnt hat womit mir nach Grimsey reisen. Ich wär sicher nicht mitgekommen. Die ganze Reise stand unter keinem guten Stern, da der Flug insgesamt um 3 Stunden verschoben wurde. Immer wieder kamen starke Winde dazwischen die ein sicheres Starten und Landen schier unmöglich machten. Irgendwann aber kamen wir dann doch an die Reihe und mein Herz sackte in Untiefen ab.


"On Board" hatten wir dann wirklich viel Spaß. 21 Sitzplätze (aber auch hier hatte jeder Gast seine eigene Sitzplatzkarte, soviel Zeit muss auch in Island sein) mit direktem Blick ins Cockpit. Den Landeanflug konnten wir also live und aus der Sicht der Piloten miterleben. Grauenhaft, das will ich niemals wieder erleben.

Gefühlte Stunden später - eigentlich waren es nur 25 Minuten, betraten wir dann endlich Grimsey und plötzlich realisierte ich: "Hey, du bist am Polarkreis!" Ein unbeschreibliches Gefühl und natürlich führte uns der erste Weg auf der kleinen Insel direkt zum allerliebsten Touriknipspunkt. Übrigens ist das hier der einzige Punkt Island´s an dem Mann im Sommer die Mitternachtssonne sehen kann

Tadaaa, wir sind am Polarkreis
Im Hintergrund sieht man unsere Unterkunft, das Basar Guesthouse von Gaga. Das einzige das im Winter geöffnet hat, direkt am Flugplatz. Fluglotse und Hotelbesitzerin sind übrigens ein und dieselbe Person. Nicht untypisch hier auf Grimsey das man mehere Berufe auf einmal ausübt.

Zum Abendessen gab es reichlich, Gaga kocht selbst und tischte uns Alles auf was die Insel zu bieten hat. Fisch, Lamm und Huhn war auch dabei. Eigentlich sehr untypisch, da auf Grimsey kaum Haus- oder Nutztiere leben. Aufgrund der Lage und des kalten Klimas, gibt es sehr wenig  Vegetation und die Tiere würden entweder verhungern oder erfrieren. Hunde und Katzen gibt es übrigens keine, das wurde von den Einwohnern einheitlich so abgestimmt. Das leckere Essen hatte seinen Preis, aber zur Krönung des Tages (wir hatten am Vormittag in Akureyri geheiratet) gabs eine Hochzeitstorte obendrauf.

Hochzeitstorte á la Gaga
Am nächsten Tag ging es Mittags per Fähre wieder auf´s Festland, denn viel kann man im Winter auf Grimsey nicht machen. Davor hieß es aber noch Daumen drücken für die Nordlichter. Mein Bruder wünschte sich so sehr welche zu sehen und das sollten wir auch. Über 2 Wochen gab es keine am Himmel erzählte Gaga am nächsten Tag, wir hatten also mehr als Glück. Zur selben Zeit wie wir war auch ein amerikanisches Paar im Hotel und sie machten die entscheidenden Fotos die ich netterweise verwenden darf.

Fantastisch oder?
Einfach perfekt, für alle von uns. Mein Mann und ich wollten unbedingt Wale sehen, das haben wir auch und mein Bruder bekam in dieser Nacht seine Nordlichter vor die Linse. Im Nachgang haben wir erst einmal gemerkt wieviel Glück wir hatten all das erleben zu können.

Nach dem Frühstück ging es dann auf zur finalen Inselumrundung  mit Gaga und ihrem VW Bus.


Sie zeigte uns die "Highlights" der Insel: Schule, Kindergarten, Grippe und Vereinshaus, alles in einem Gebäude. Die Insel lebt ausschließlich von der Fischzucht, also ging es für uns alle in die Fischfabrik. Krönender Abschluss war der Besuch in der Häkelstube von Gagas Schwiegermutter. Das ein oder andere Souvenir landete auch in meiner Tasche bevor es Mittags per Fähre zurück nach Akureyri ging.