Donnerstag, 14. August 2014

Herbst auf Helgoland

Sicherlich zieht es die meisten Besucher im Sommer auf Deutschland´s einzige Hochseeinsel, aber wer sich für den Herbst oder Winter entscheidet, kann auch ein paar wundervolle Tage fernab vom Massentourismus erleben - so wie wir. :-)

Im September hieß es für uns "Leinen los". Von Büsum mit Cassen Eils nach Helgoland - mit der Funny Girl. Um nach Helgoland zu gelangen muss man sich, kurz vor dem Hafen, Ausbooten lassen. Für mich der blanke Horror, für viele andere Touristen schon das erste Highlight. Mit kleinen Börtebooten gehts vom Hauptschiff zum Hafen. Ca. 40-50 Leute finden Platz in den hochseetüchtigen "Nussschalen" aus Eichenholz. Bei starkem Seegang eine Sensation.


Endlich im Hafen von Helgoland angekommen begrüßt uns fantastisches Wetter und die bunten "Hummerbuden" direkt am Hafen die man schon aus weiter Entfernung erkennt. Hier findet man Bisrto´s, Souveniershops und kleine Buden mit Krims Krams. Shoppen kann man hier übrigens Mehrwertsteuerfrei. Sehr lohnenswert für Zigaretten, Alkohol, Düfte oder auch für Schmuck. Für uns nicht von Interesse - wir sind wegen der Natur und der Insel hier.


Unser Aufenthalt ist kurz, nur ein paar Stunden haben wir Zeit, aber die wollen wir natürlich optimal nutzen. Am Besten geht das ganz klar mit der "Inselbahn Helgoland". Entscheiden kann man sich zwischen einer Tour auf dem Unter- oder Oberland. Für uns gibt es, aufgrund eines Familienmitglieds welches im Rollstuhl sitzt, keine andere Möglichkeit als die Unterlandtour zu buchen, denn hier fahren wir direkt bis zur "Langen Anna" dem Wahrzeichen Helgolands.


40 Minuten dauert die Rundfahrt mit der kleinen Bahn - Fotostopps sind inklusive. Unterwegs erfahren wir das es hier keine Autos gibt und selbst das Radfahren verboten ist oder auch das Helgoland im zweiten Weltkrieg schwer von Bomben getroffen wurde. Innerhalb von nicht einmal 2 Stunden wurden über 7.000 Stück abgeworfen. Zwar überlebten alle Einwohner in Bunkern, konnten aber nicht auf der Insel leben bleiben.

Zum Schluss schauten wir noch im Museumshof vorbei und informieren uns über die Geschichte der Post auf der Insel, über den Kinderbuchautor James Krüss und können alte Fotografien bestaunen. Letzter Halt ist im Hafen, an der Büste von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben der hier das "Lied der Deutschen" gedichtet hat.


Noch ein Kaffee zum Schluss und dann gehts zurück auf´s Festland...