Donnerstag, 31. Dezember 2015

2016


Dienstag, 22. Dezember 2015

Agua Azul & Misol Ha

Nach der Ruinenanlage Palenque steht eine kurze Mittagspause an bevor es direkt weiter zu zwei der schönsten Wasserfälle Mexikos geht: Agua Azul und Misol Ha. Wir beginnen mit letzterem da dieser zuerst auf unserem Weg liegt. Nicht wirklich spektakulär, aber trotzdem schön.


Auf einem kleinen Pfad können wir direkt hinter den Wasserfall gelangen und uns eine Fledermaushöhle anschauen, wenn wir möchten. Leider haben wir kein Kleingeld einstecken, da wir in voller Bademontur unterwegs sind. Schade, aber zu verkraften. Unser Guide Juan erzählt uns das hier schon einige Hollywoodproduktionen gedreht wurden, zum Beispiel Alien vs. Predator. Hab ich leider nie gesehen.
Die Wasserfälle von Agua Azul haben da schon ein wenig mehr zu bieten. Auf einem kleinen Pfad kann man entlang der Wasserfälle nach oben steigen. Zahlreiche Buden mit Essen, Souvenirs und Kleidung säumen den Weg. Oben angekommen bekommen wir von Juan den Tipp uns auf das Angebot eines Einheimischen einzulassen, er würde uns zu einem kleinen, privaten Wasserbecken bringen. Was wir ihm dafür geben, sei uns überlassen. Somit haben wir die einmalige Chance an einer einsamen Stelle im azurblauen Wasser zu Schwimmen und das bei allerbester Aussicht.



Insgesamt besteht Agua Azul aus über 500 einzelnen Kaskaden, also kleineren Wasserfällen die über Stufen fließen, die eine Höhe von zwei bis 30 Metern erreichen. Der hohe Mineraliengehalt des Wassers lässt die teilweise wunderschönen Farben entstehen die von Becken zu Becken unterschiedlich sind. Während der Trockenzeit sind Farben von azurblau bis hin zu dunklem smaragdgrün zu sehen. In der Regenzeit sind die Fälle braun.


Mittwoch, 9. Dezember 2015

Ruinenanlage Palenque

Für die nächsten fünf Tage bleiben wir im Hotel Chablis Palenque. Von dort aus starten diverse Tagestouren und ein etwas längerer Ausflug nach Guatemala. Dazu aber in einem anderen und späteren Post mehr. Wir hatten ein wunderschönes und großes Zimmer direkt am Pool. Der Weg zum Restaurant und zur Rezeption war nur ein paar Fußschritte entfernt. Rund um die Uhr war jemand vor Ort und, wie so oft in Mexiko, alles war offen. Egal ob Restaurant oder Rezeption - die Menschen arbeiten "Open Air". Das vermisse ich hier in Deutschland am Meisten.

Geplant und organisiert wurden all diese Touren - eigentlich der komplette Urlaub - durch das Team von Buenos Días México. Einen speziellen Dank an der Stelle an Celine die speziell all die rollstuhlgerechten Dinge für meinen Bruder geplant und organisiert hat. :-)

Für heute steht die archäologische Fundstätte mit dazugehörigem Museum auf den Plan sowie die Wasserfälle Agua Azul und Misol-Ha. Neben unserem Fahrer Diego begleiten uns an dem Tag Juan und ein "ortsansässiges Urgestein" namens Gilberto. Ein älterer Herr mit unglaublich viel Wissen über die Mayastätten, Götter und Palenque. Ein absoluter Glücksgriff.
Im tiefsten Dschungel des mexikanischen Bundestaats Chiapas befinden sich die seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende archäologische Fundstätte Palenque. Der ursprüngliche Name lautete "Lakamha - großes Wasser". Das passt sehr gut, denn zahlreiche kleine Bäche fließen durch die Anlage und über diesem Kanalsystem wurden die Tempel und Gebäude errichtet. Weiterhin befindet sich auch ein größerer Wasserfall innerhalb der Maya-Stätte. Die Ruinen von Palenque gehören wohl zu den außergewöhnlichsten der Maya-Kultur. Sie wurden als Erste in ganz Mexiko entdeckt und sind zugleich am Besten erhalten.

Gleich zu Beginn, wenn man die Stätte betritt,  läuft man direkt auf die Tempel Templo de las Inscripciones und Templo XIII zu. Im Templo XIII gibt es eine Grabkammer die begehbar ist. Hier fand man einen Sarkophag mit Gebeinen, eine Totenmaske und tausend Stücke aus Jade. Direkt daneben findet sich der "Tempel der Inschriften" (Templo de las Inscripciones). Er ist einer der bekanntesten Bauwerke in Palenque.


Mit einer Grundfläche mit 80 x 100 Metern ist der Palast "El Palacio" mit dem vierstöckigen Turm das Aushängeschild von Palenque. Er ist mehrfach überarbeitet und teilweise überbaut worden. Hier findet man zahlreiche Reliefs mit verschiedenen Motiven. Außerdem gibt es Schlafzimmer, Toiletten und selbst ein Dampfbad ist vorhanden.
Zur Tag-und-Nacht-Gleiche geht vom Tempel der Inschriften aus gesehen die Sonne genau über dem Altar im Turm auf - faszinierend wie weit diese Kutur damals schon erforschte und wusste wie bestimmte Dinge miteinander verbunden sind.

Das Museo de Sitio zählt noch einmal zu den Highlights der Stätte. Hier gibt es zahlreiche Funde im Original zu sehen. Dazu gehören Masken, Reliefplatten und viele Gefäße. Höhepunkt ist die Nachbildung des Sarkophags von K'inich Janaab Pakals I.

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Parque-Museo de La Venta - Im Land der Olmeken

Im schönen Städtchen Villahermosa haben wir das berühmte Freiluftmuseum "Parque-Museo de La Venta" besucht. Hier befinden sich die archäologischen Funde aus La Venta. Insbesondere die Olmekenköpfe aus Basalt ziehen viele Besucher und natürlich auch uns an.


Die Olmeken sind die "Bewohner aus dem Kautschukland". Ihre Kultur stammt aus der La Venta Region die sich im Gebiet der heutigen mexikanischen Bundesstaaten Tabasco und Veracruz befindet. Von den ehemaligen originalen Fundstätten ist kaum noch Eine erhalten, aber viele Unikate und Einzelstücke wurden in das Freilichtmuseum in Villahermosa gebracht.

Nachweislich ist die Olmeken Kultur älter als die frühe Maya Kultur und reicht bis in die Zeit um 1500 v. Chr. zurück. Gegen 400 v. Chr. wurden die letzten Zentren zerstört und deren Bewohner nach und nach durch die Mayas verdrängt. Sie gelten aber als Meister der Steinbearbeitung - die berühmten Kolossalköpfe zählen ebenso zu ihren Kunstwerken wie kleinere Figuren und Plastiken.


An das Museum ist auch noch ein Tierpark gekoppelt, aber den muss man sich beim besten Willen nicht ansehen. Kleine Gehege in die die Tiere gepfercht werden. Allerdings laufen jede Menge Nasenbären frei im Park herum die richtig biestig und bissig werden, wenn es nichts zu futtern gibt.


Für einen kleinen, aber sehr authentischen Imbiss sind die Buden direkt vor dem Park zu empfehlen. Ehrlich gesagt hat es uns ein wenig Überwindung gekostet bei den Straßenhändlern zu essen, aber es hat sich gelohnt. Für weniger als 50 Cent gab es diese zwei leckeren Freunde hier - mit Abstand und zwar ganz großen, dass beste Essen überhaupt im ganzen Urlaub und das wurde von einem netten, alten Ehepaar frisch zubereitet.


Ein wunderbarer Ausflug, aber auch der, bei dem wir auf die meisten Moskitos getroffen sind. Unglaublich was um die Jahreszeit in dem Park los ist. Selbst das beste Spray der Einheimischen konnte uns nicht helfen, den Mexikanern selbst aber auch nicht. ;-)

Nettes Andenken

Dienstag, 24. November 2015

San Francisco de Campeche

Übersetzt bedeutet Campeche "Ort der Schlangen und Zecken" - eigentlich nicht sehr einladend, doch für mich ist sie definitiv die schönste Stadt unserer Reise. Direkt am Golf von Mexiko gelegen gehört diese relativ kleine Stadt mit knappen 250.000 Einwohnern seit 1999 zum UNESCO Weltkulturerbe.


Das Highlight hier ist die sehr gut erhaltene Befestigungsanlage. Im März 1517 von Spaniern entdeckt, mauserte sich Campeche, aufgrund der sehr guten Lage, schnell zum wichtigsten Hafen der Region. Das wiederum führte zu häufigen Angriffen und Überfällen durch Piraten. Zum Schutz vor ihnen wurden die Befestigungsanlagen erbaut die heute zum großen Teil Museen beherbergen.


Tagsüber haben wir eine Stadtrundfahrt bevorzugt, da es zum Laufen mit Rollstuhl einfach viel zu heiß war und die Stadt vor lauter Leuten regelrecht überquoll. Mit der Tranvía de la Ciudad (eine Art offener Kleinbus) geht es in 45 Minuten durch die gesamte Stadt. Die Tour ist in spanisch und wir verstehen kein Wort, können aber die tollen Bilder der Innenstadt auf uns wirken lassen.

Altstadt von Campeche
Abends wird es dann ruhiger und vorallem gehen die Temperaturen ein klein wenig runter und man kann einen wunderwaren Spaziergang durch die historische Altstadt machen. Sehenswert ist hier die wunderschöne Kathedrale. 200 Jahre Bauzeit hat sie in Anspruch genommen und konnte 1850 eingeweiht werden. Sie ist die älteste Kathedrale auf der Halbinsel Yucatán.


Direkt hinter diesem fantastischen Bauwerk befindet sich ein Brunnen dessen Fontänen zu klassischer Musik tanzen. Zusätzlich wird das Wasser in buntes Licht getaucht - ein wirklich schöner Anblick. Hier sollte man ein paar Minuten innehalten und genau das tun wir auch.


Wer Meeresfrüchte so sehr liebt wie wir, ist in Campeche genau richtig. Dinge wie Gürteltier, Hai oder Kaiman würde ich auf keinen Fall essen, aber eine Spezialität der Region ist zum Einen die Fischsuppe und zum Anderen Garnelen im Kokosmantel mit Apfelmus. Daran haben mein Bruder und ich uns ohne Probleme "gewagt" und es war köstlich.

Als Hotelempfehlung kann ich das Hotel Castelmar nennen. Wir hatten hier eine wunderbare Zeit und tollen Service mitten in den Innenstadt zu einem guten Preis. Es gibt einen kleinen Pool und wie in fast jedem mexikanischen Hotel einen traumhaft schönen und wieder einmal offenen Innenhof.


Freitag, 13. November 2015

Merida und Uxmal

Merida gilt als Tor zur Welt der Maya. Persönlich hat es bei mir keinen guten Eindruck hinterlassen. Die Stadt ist zu voll, zu laut und die Autofahrer nehmen überhaupt keine Rücksicht. Selbst in einer so großen Stadt, voll mit jungen Menschen, spricht kaum Niemand englisch. langsam sind wir wirklich ein wenig frustriert.


Zu Besichtigen gab es hier für uns Nichts, aber unser Hotel war, wir fast alle auf der Reise, traumhaft schön. Offen mit wunderschönem Innenhof. Man sitzt immer draußen und unter freiem Himmel. Etwas das ich hier wirklich sehr vermisse.

Aber hier hatten wir mit Abstand den tollsten Abend der Reise in einem super Nachtclub indem wir sofort nette Leute kennen gelernt haben. :-)


Unser eigentliches Ziel ist Uxmal. Bei den Mayas eine große und kulturell sehr wichtige Stadt.


Einige Stunden sind wir auf dem riesigen Gelände unterwegs soweit uns das Hitze und nicht befestigte Wege für den Rollstuhl erlauben. Uxmal bedeutet in der Sprache der Maya „dreimal erbaut“ und spielt auf den Bau der Pyramide des Wahrsagers an, dessen ovale Konstruktion einzigartig sind.  Anders als in anderen Mayastätten gibt es hier keine natürliche Wasserquelle. Demnach spielte der  Regengott Chaac eine sehr große Rolle bei den Einwohnern.






Mittwoch, 4. November 2015

Izamal - Pueblo Mágico

Tatsächlich ist diese verträumte Kleinstadt ein "Magischer Ort", denn genau das bedeutet "Pueblo Mágico". Ein sehr gepflegter und typisch mexikanischer Ort. Nette Menschen, bunte und einladende Hausfassaden, ein kleiner Platz mit Händlern, Menschen die kurz Pause machen...


Sehenswert und das Highlight von Izamal ist das Convento de San Antonio de Padua - ein gelbes Kloster was schon weit über die Stadtmauern zu sehen ist.



Bevor die Spanier diese Kleinstadt eroberten, stand hier die  P’ap’hol-chaak Pyramide. Diese wurde zerstört und von 1533-1561 wurde aus den Steinen dieses Kloster errichtet. Neben dem Kloster und seiner Hauptkirche der "Santuario de la Virgen de Izamal" (die der heiligen Jungfrau von Izamal gewidment ist und die als Schutzheilige des Ortes gilt), kann man sich eine alte Sonnenuhr und ein kleines Museum anschauen. Papst Johannes Paul II war 1993 hier und brachte eine Silberkrone für die Schutzheilige mit. Ihm widmete man auch eine Statue im Innenhof.


Danach ging es noch auf einen mexikanischen Friedhof. Wie einige vielleicht wissen, haben die Mexikaner eine alltägliche Beziehung zum Tod und sehen ihn, ganz natürlich, als Teil des Lebens. Entsprechend sind auch die Gräber bunt bemalt und geschmückt. Am Tag der Toten (31. Oktober) wird in Volksfestmanier gefeiert, nicht getrauert. Übrigens wurde daraus bei den Amerikanern Halloween.




Samstag, 31. Oktober 2015

San Antonio Chich Cenote

Bis zu diesem Tag wusste ich noch nicht einmal was genau eine Cenote ist, aber dank meines Bruders durfte ich, gemeinsam mit meinem Mann, in eEiner schwimmen und das war eines der Highlights auf dieser Reise.


Cenote ist ein Begriff der Maya und beschreibt ein Kalksteinloch, das durch den Einsturz einer Höhlendecke entstanden und mit Süßwasser gefüllt ist. Im mexikanischen Bundesstaat Quintana Roo sind sie sehr bekannt und mit über 1.000 Stück sehr verbreitet. Mit umgerechnet 1€ Eintritt mehr als ein Schnäppchen.

Cenoten können zwischen 15 und 100 Metern tief sein, auch wunderschöne Tauchgänge sind möglich. Für uns reichte ein erfrischendes Bad im kristallklaren Wasser mit zig Fischen die uns neugierig um die Beine geschwommen sind.

Ab in die Kabine zum Umziehen

Wir werden schon erwartet

Herrlich

Dienstag, 20. Oktober 2015

Mayastätte Chichén Itzá - Mexico Tag 2

Mit dem Namen wird sicher nicht jeder etwas anfangen können, aber sobald man ein Bild der imposanten Stufenpyramide "Kukulcán" sieht, die das Highlight hier ist, denkt man sich sofort "Ach die ist das".


Ja genau diese über 1000 Jahre alte Pyramide ist gemeint. Wir haben viel Glück und sind recht früh am Morgen hier. Kaum Touristen und was noch viel besser ist, die Händler bauen ihre Stände auch erst auf. Nur wenige sprechen uns an und verkaufen typischen Touristenkram wie Sonnenhüte, Schlüsselanhänger und und und...Die Sonne brennt dennoch schon glühend heiß vom Himmel und wir starten mit unserem Rundgang.

Chichén Itzá ist die erste Mayastätte unserer Reise. Ihrer Nähe zu Cancun verdankt sie zahlreiche Touristen die Tagesausflüge hierher machen. 1988 wurde die Anlage in das Welterbe der UNESCO aufgenommen.

Wir sind mit einem Rollstuhl unterwegs und können, dessen sind wir uns bewusst, nicht Alles ansehen und nicht in jeden Winkel schauen, aber das ist in Ordnung. Leider ist es schon hier schwierig vorwärts zu kommen und das bei einem der bekanntesten Ausflugsziele der Region.

Nah zur Stufenpyramide befindet sich "Juego de pelota – Der große Ballspielplatz".


Bei einem Ausmaß von 168 Metern Länge und fast 40 Metern Breite wird vermutet das hier wohl eher Zeremonien stattfanden und keine Spiele. Es lohnt sich aber genauer hinzuschauen und einige Details zu erhaschen.

Besonders erwähnenswert ist, auf dem großen Gelände, die "Gruppe der 1000 Säulen". Ursprünglich mit Dach, ist es die einzige Säulenhalle überhaupt in der gesamten Mayakultur bzw. in allen bisher gefundenen Stätten.


In der Nähe gibt es nicht viele Hotels, aber es ist keine schlechte Idee vor Ort zu bleiben. Abends, um 20 Uhr, wird eine Lasershow in Chichén Itzá gezeigt die spektakulär ist. Das wir dabei sein konnten war wirklich wahnsinnig großes Glück. Das Spektakel ist zwar kostenlos, aber man muss sich vorab anmelden. Trotz aller Mühe gelang es den netten Mitarbeitern im Villas Arqueológicas Chichén Itzá nicht, noch ein paar Plätze für uns zu ergattern. Auf "Gut Glück" sind wir dann trotzdem hin und siehe da - wir sind tatsächlich reingekommen. Leider wurde ausschließlich in Spanisch gesprochen, aber die visuellen Effekte direkt auf der Kukulcán Pyramide waren unglaublich toll und ohne große Worte zu verstehen.


Gleich am zweiten Tag so ein Highlight zu erleben hat mich total beflügelt. Übrigens befindet sich am Aus- bzw. Eingang ein tolles Lokal. Dort haben wir mittags, am Tag der Besichtigung, die besten Tapas überhaupt gegessen und lecker Cocktails geschlürft - auch das MUSS sein im Urlaub.


Wer eine tolle Übernachtung nahe der Ausgrabungsstätte sucht ist im Villas Arqueológicas Chichén Itzá goldrichtig. Mitten im Dschungel, Papageige in den Palmen, Kokosnüsse plumpsen in den Pool - ein kleines Stück vom Paradies. Sehr außergewöhnlich ist die lange Öffnungszeit der Küche. Bis 22 Uhr - was für ein Glück für uns. Nach der Lasershow haben wir dann hier den Abend gemütlich ausklingen lassen.

Sonntag, 18. Oktober 2015

Viva la Mexico - Tag 1

Zurück von unserer 2 wöchigen Rundreise aus Mexico gibt es endlich wieder viel zu berichten. Mein Bruder, seine Freundin, mein Mann und ich waren mit dem Auto 14 Tage auf der Yucatan Halbinsel unterwegs. Haben viele Mayastätten besucht, nette Leute getroffen und noch viel mehr fantastisches, mexikanisches Essen verdrückt. Einzig die schwüle Hitze und der mächtig dicke Fuß meiner Schwägerin nach einem Moskito-Stich, haben uns die Laune ab und an ein wenig getrübt, aber sonst bekommt das Land und der gesamte Urlaub eine 1+ von mir.


Von Frankfurt ging es am 1.10. mittags um 13 Uhr mit der Condor nach Cancun. Dort landeten wir ca. 16.30 Uhr Ortszeit nach knappen 10 Stunden Flug. Da mein Bruder behindert ist, wurden wir direkt am Terminal abgeholt und zu Europcar gebracht. Dort stand ein fantastisch toller und herrlich großer Jeep für uns bereit. Dazu gab es kein Navi - braucht man angeblich nicht und jetzt im Nachgang betrachtet, stimme ich dem zu. Vort Ort gingen mir das erste - und nicht letzte Mal - die Nerven durch. Der nächste Schock kam gleich hinterher - kaum jemand sprach Englisch und das bei einer internationalen Autovermietung.

Mit Händen und Füßen wurde sich dann irgendwie verständigt und das hieß es rein ins Auto und ab auf die Straße in Richtung Ramada Cancun City - unser erstes Hotel. Hier wieder das totale Chaos. Jeder fährt wie er will, keiner blinkt oder hält seine Spur. Für uns Deutsche die sich, in der Regel ja an (fast) jede Regel halten, eine Katastrophe. Trotz Blinker lässt mich Niemand die Spur wechseln und das Hotel ist mitten in der City. Ein Albtraum. Draußen wurde es dunkel und erst nach über 30 Minuten fanden wir dann endlich unser Hotel. Einchecken, essen, ein Corona trinken und ab ins Bett.

In Cancun selbst haben wir uns nichts weiter angesehen und persönlich hab es hier für mich auch nichts zu erwähnen. Bis vor 35 Jahren war es noch ein kleines Dörfchen mit wenigen Einwohnern. Als Gegenstück zur Bade- und Touristenhochburg Acapulco im Westen des Landes, entschied sich die Regierung 1969 gemeinsam mit Privatinvestoren Cancun systematisch aufzupeppen - das ist auch gelungen.

Es reiht sich Luxushotel an Luxushotel die hauptsächlich Jugendliche aus Großbritanien und Russland anlocken. Egal ob zum Springbreak oder Partyurlaub - feiern, Party machen und jede Menge trinken kann man hier verdammt gut.

Nichts für uns, also nur mal schnell mit dem Auto vorbei gecruist, ein paar Bilder gemacht und weiter Richtung Chichen Itza - dem wohl bekanntesten Maya Denkmal der Welt. Vorher gab es aber einen kleinen Stopp in Valladoldid. Die Iglesia de San Servacio (eine Kathedrale aus der Kolonialzeit) lohnt auf jeden Fall für einen kurzen Halt. Sie steht an einem wunderschönen kleinen Platz mit vielen Restaurants, Cafés und Bänken auf den sich in der Hitze Mexicos immer Leute tummeln.

Iglesia de San Servacio