Dienstag, 14. Juli 2015

Wandern entlang des Kocher-Jagst-Trails // Teil 3

Letztes Jahr im Mai sind mein Mann und ich bereits auf dem Jagssteig gewandert. (Bei Interesse findet ihr hier Teil 1 und 2 meines Berichts vom letzten Jahr.) Zwei von insgesamt vier Etappen sind wir damals gelaufen und wir waren uns ganz sicher das wir wieder kommen. Am letzten Wochenende war es dann soweit und wir schnürten den Rucksack für Etappe Nummer drei. Diesmal nicht allein sondern in Begleitung meiner Schwiegereltern die passioniert Wanderer sind. Ein wenig mulmig war mir schon- immerhin war das die längste Tour mit regulär 25 Kilometern und das bei über 30° Grad und dann auch noch mit Profis unterwegs...

Die Route verläuft von Crailsheim nach Wildenstein. Im Zielort gab es leider keine freien Zimmer, also war bereits 5 Kilometer vorher, in Großenhub, Schluss. Aber erstmal zum Start - der war am Neuen Friedhof in Crailsheim.


Ausgeschlafen und mit ausreichend Proviant und Wasser bestückt ging es gegen 10.30 Uhr los. Wie auch im letzten Jahr ist der Weg fantastisch ausgeschildert. Nur einmal sind unsere Männer vom Weg abgekommen, aber nicht wegen der mangelnden Beschilderung. ;-)

Nach einem kurzen Marsch erreichen wir den Kreckelberg mit Denkmal, geologischer Pyramide und Tierpark. Letzteren besuchen wir nicht, aber der Rest wird ein wenig genauer unter die Lupe genommen.


Zum Schluss noch den tollen Ausblick in Richtung Crailsheim genossen und weiter gehts entlang des Jagststeig der ebenfalls auch als europäischer Fernwanderweg E8 ausgeschildert ist. Der startet in Dursey Head (Irland) und endet am Beskidenpass an der polnisch-ukrainischen Grenze.


Mitten im Welt treffen wir dann auf die Stelle an der einst die Schönebürg stand. Neben einem Denkmal gibt es hier eine 300 jährige Eiche und einen Mammutbaum zu bestaunen. Der Sage nach war dies der Witwensitz der Adelheid von Hohenlohe - Wohltäterin der Stadt Crailsheim.


Ganz klar gehört zu jeder guten Wanderung eine Rast. Da ewig kein Gasthaus kam, wurden kurzerhand einige Baumstämme umfunktioniert. Im Schatten der alten Bäume wurden, die am Morgen geschmierten, Brötchen verspeist. Diese Ruhe inmitten der Natur ist einfach nur herrlich.


Anbei noch ein paar Impressionen von unterwegs. Bei einigen Bildern habe ich Ausversehen die Kameraeinstellung verändert und dabei ein paar ziemlich coole Effekte erzielt wie ich finde.


Unser Ziel war das Hotel "Zur Rose" in Großenhub. Netter Service, super Essen und riesige Zimmer zu einem spitzen Preis - was will man mehr?! Wir an diesem Tag nichts mehr. Eine tolle Tour bei strahlendem Sonnenschein, keine anstrengenden Steigungen, angenehmer Wanderboden und landschaftliche Abwechslung. Für mich die bisher beste Etappe des Jagststeigs.

Im März starten wir dann genau wieder hier und laufen den Rest bis Ellwangen. Danach wird sich dann anderen Herausforderungen zugewandt.

Hotel und Gasthaus "Zur Rose" in Großenhub
Infos rund um den Jagststeig, Tourenplanungen, Übernachtungsmöglichkeiten und und und gibt es hier: www.kocher-jagst-trail.de