Samstag, 31. Oktober 2015

San Antonio Chich Cenote

Bis zu diesem Tag wusste ich noch nicht einmal was genau eine Cenote ist, aber dank meines Bruders durfte ich, gemeinsam mit meinem Mann, in eEiner schwimmen und das war eines der Highlights auf dieser Reise.


Cenote ist ein Begriff der Maya und beschreibt ein Kalksteinloch, das durch den Einsturz einer Höhlendecke entstanden und mit Süßwasser gefüllt ist. Im mexikanischen Bundesstaat Quintana Roo sind sie sehr bekannt und mit über 1.000 Stück sehr verbreitet. Mit umgerechnet 1€ Eintritt mehr als ein Schnäppchen.

Cenoten können zwischen 15 und 100 Metern tief sein, auch wunderschöne Tauchgänge sind möglich. Für uns reichte ein erfrischendes Bad im kristallklaren Wasser mit zig Fischen die uns neugierig um die Beine geschwommen sind.

Ab in die Kabine zum Umziehen

Wir werden schon erwartet

Herrlich

Dienstag, 20. Oktober 2015

Mayastätte Chichén Itzá - Mexico Tag 2

Mit dem Namen wird sicher nicht jeder etwas anfangen können, aber sobald man ein Bild der imposanten Stufenpyramide "Kukulcán" sieht, die das Highlight hier ist, denkt man sich sofort "Ach die ist das".


Ja genau diese über 1000 Jahre alte Pyramide ist gemeint. Wir haben viel Glück und sind recht früh am Morgen hier. Kaum Touristen und was noch viel besser ist, die Händler bauen ihre Stände auch erst auf. Nur wenige sprechen uns an und verkaufen typischen Touristenkram wie Sonnenhüte, Schlüsselanhänger und und und...Die Sonne brennt dennoch schon glühend heiß vom Himmel und wir starten mit unserem Rundgang.

Chichén Itzá ist die erste Mayastätte unserer Reise. Ihrer Nähe zu Cancun verdankt sie zahlreiche Touristen die Tagesausflüge hierher machen. 1988 wurde die Anlage in das Welterbe der UNESCO aufgenommen.

Wir sind mit einem Rollstuhl unterwegs und können, dessen sind wir uns bewusst, nicht Alles ansehen und nicht in jeden Winkel schauen, aber das ist in Ordnung. Leider ist es schon hier schwierig vorwärts zu kommen und das bei einem der bekanntesten Ausflugsziele der Region.

Nah zur Stufenpyramide befindet sich "Juego de pelota – Der große Ballspielplatz".


Bei einem Ausmaß von 168 Metern Länge und fast 40 Metern Breite wird vermutet das hier wohl eher Zeremonien stattfanden und keine Spiele. Es lohnt sich aber genauer hinzuschauen und einige Details zu erhaschen.

Besonders erwähnenswert ist, auf dem großen Gelände, die "Gruppe der 1000 Säulen". Ursprünglich mit Dach, ist es die einzige Säulenhalle überhaupt in der gesamten Mayakultur bzw. in allen bisher gefundenen Stätten.


In der Nähe gibt es nicht viele Hotels, aber es ist keine schlechte Idee vor Ort zu bleiben. Abends, um 20 Uhr, wird eine Lasershow in Chichén Itzá gezeigt die spektakulär ist. Das wir dabei sein konnten war wirklich wahnsinnig großes Glück. Das Spektakel ist zwar kostenlos, aber man muss sich vorab anmelden. Trotz aller Mühe gelang es den netten Mitarbeitern im Villas Arqueológicas Chichén Itzá nicht, noch ein paar Plätze für uns zu ergattern. Auf "Gut Glück" sind wir dann trotzdem hin und siehe da - wir sind tatsächlich reingekommen. Leider wurde ausschließlich in Spanisch gesprochen, aber die visuellen Effekte direkt auf der Kukulcán Pyramide waren unglaublich toll und ohne große Worte zu verstehen.


Gleich am zweiten Tag so ein Highlight zu erleben hat mich total beflügelt. Übrigens befindet sich am Aus- bzw. Eingang ein tolles Lokal. Dort haben wir mittags, am Tag der Besichtigung, die besten Tapas überhaupt gegessen und lecker Cocktails geschlürft - auch das MUSS sein im Urlaub.


Wer eine tolle Übernachtung nahe der Ausgrabungsstätte sucht ist im Villas Arqueológicas Chichén Itzá goldrichtig. Mitten im Dschungel, Papageige in den Palmen, Kokosnüsse plumpsen in den Pool - ein kleines Stück vom Paradies. Sehr außergewöhnlich ist die lange Öffnungszeit der Küche. Bis 22 Uhr - was für ein Glück für uns. Nach der Lasershow haben wir dann hier den Abend gemütlich ausklingen lassen.

Sonntag, 18. Oktober 2015

Viva la Mexico - Tag 1

Zurück von unserer 2 wöchigen Rundreise aus Mexico gibt es endlich wieder viel zu berichten. Mein Bruder, seine Freundin, mein Mann und ich waren mit dem Auto 14 Tage auf der Yucatan Halbinsel unterwegs. Haben viele Mayastätten besucht, nette Leute getroffen und noch viel mehr fantastisches, mexikanisches Essen verdrückt. Einzig die schwüle Hitze und der mächtig dicke Fuß meiner Schwägerin nach einem Moskito-Stich, haben uns die Laune ab und an ein wenig getrübt, aber sonst bekommt das Land und der gesamte Urlaub eine 1+ von mir.


Von Frankfurt ging es am 1.10. mittags um 13 Uhr mit der Condor nach Cancun. Dort landeten wir ca. 16.30 Uhr Ortszeit nach knappen 10 Stunden Flug. Da mein Bruder behindert ist, wurden wir direkt am Terminal abgeholt und zu Europcar gebracht. Dort stand ein fantastisch toller und herrlich großer Jeep für uns bereit. Dazu gab es kein Navi - braucht man angeblich nicht und jetzt im Nachgang betrachtet, stimme ich dem zu. Vort Ort gingen mir das erste - und nicht letzte Mal - die Nerven durch. Der nächste Schock kam gleich hinterher - kaum jemand sprach Englisch und das bei einer internationalen Autovermietung.

Mit Händen und Füßen wurde sich dann irgendwie verständigt und das hieß es rein ins Auto und ab auf die Straße in Richtung Ramada Cancun City - unser erstes Hotel. Hier wieder das totale Chaos. Jeder fährt wie er will, keiner blinkt oder hält seine Spur. Für uns Deutsche die sich, in der Regel ja an (fast) jede Regel halten, eine Katastrophe. Trotz Blinker lässt mich Niemand die Spur wechseln und das Hotel ist mitten in der City. Ein Albtraum. Draußen wurde es dunkel und erst nach über 30 Minuten fanden wir dann endlich unser Hotel. Einchecken, essen, ein Corona trinken und ab ins Bett.

In Cancun selbst haben wir uns nichts weiter angesehen und persönlich hab es hier für mich auch nichts zu erwähnen. Bis vor 35 Jahren war es noch ein kleines Dörfchen mit wenigen Einwohnern. Als Gegenstück zur Bade- und Touristenhochburg Acapulco im Westen des Landes, entschied sich die Regierung 1969 gemeinsam mit Privatinvestoren Cancun systematisch aufzupeppen - das ist auch gelungen.

Es reiht sich Luxushotel an Luxushotel die hauptsächlich Jugendliche aus Großbritanien und Russland anlocken. Egal ob zum Springbreak oder Partyurlaub - feiern, Party machen und jede Menge trinken kann man hier verdammt gut.

Nichts für uns, also nur mal schnell mit dem Auto vorbei gecruist, ein paar Bilder gemacht und weiter Richtung Chichen Itza - dem wohl bekanntesten Maya Denkmal der Welt. Vorher gab es aber einen kleinen Stopp in Valladoldid. Die Iglesia de San Servacio (eine Kathedrale aus der Kolonialzeit) lohnt auf jeden Fall für einen kurzen Halt. Sie steht an einem wunderschönen kleinen Platz mit vielen Restaurants, Cafés und Bänken auf den sich in der Hitze Mexicos immer Leute tummeln.

Iglesia de San Servacio