Dienstag, 24. November 2015

San Francisco de Campeche

Übersetzt bedeutet Campeche "Ort der Schlangen und Zecken" - eigentlich nicht sehr einladend, doch für mich ist sie definitiv die schönste Stadt unserer Reise. Direkt am Golf von Mexiko gelegen gehört diese relativ kleine Stadt mit knappen 250.000 Einwohnern seit 1999 zum UNESCO Weltkulturerbe.


Das Highlight hier ist die sehr gut erhaltene Befestigungsanlage. Im März 1517 von Spaniern entdeckt, mauserte sich Campeche, aufgrund der sehr guten Lage, schnell zum wichtigsten Hafen der Region. Das wiederum führte zu häufigen Angriffen und Überfällen durch Piraten. Zum Schutz vor ihnen wurden die Befestigungsanlagen erbaut die heute zum großen Teil Museen beherbergen.


Tagsüber haben wir eine Stadtrundfahrt bevorzugt, da es zum Laufen mit Rollstuhl einfach viel zu heiß war und die Stadt vor lauter Leuten regelrecht überquoll. Mit der Tranvía de la Ciudad (eine Art offener Kleinbus) geht es in 45 Minuten durch die gesamte Stadt. Die Tour ist in spanisch und wir verstehen kein Wort, können aber die tollen Bilder der Innenstadt auf uns wirken lassen.

Altstadt von Campeche
Abends wird es dann ruhiger und vorallem gehen die Temperaturen ein klein wenig runter und man kann einen wunderwaren Spaziergang durch die historische Altstadt machen. Sehenswert ist hier die wunderschöne Kathedrale. 200 Jahre Bauzeit hat sie in Anspruch genommen und konnte 1850 eingeweiht werden. Sie ist die älteste Kathedrale auf der Halbinsel Yucatán.


Direkt hinter diesem fantastischen Bauwerk befindet sich ein Brunnen dessen Fontänen zu klassischer Musik tanzen. Zusätzlich wird das Wasser in buntes Licht getaucht - ein wirklich schöner Anblick. Hier sollte man ein paar Minuten innehalten und genau das tun wir auch.


Wer Meeresfrüchte so sehr liebt wie wir, ist in Campeche genau richtig. Dinge wie Gürteltier, Hai oder Kaiman würde ich auf keinen Fall essen, aber eine Spezialität der Region ist zum Einen die Fischsuppe und zum Anderen Garnelen im Kokosmantel mit Apfelmus. Daran haben mein Bruder und ich uns ohne Probleme "gewagt" und es war köstlich.

Als Hotelempfehlung kann ich das Hotel Castelmar nennen. Wir hatten hier eine wunderbare Zeit und tollen Service mitten in den Innenstadt zu einem guten Preis. Es gibt einen kleinen Pool und wie in fast jedem mexikanischen Hotel einen traumhaft schönen und wieder einmal offenen Innenhof.


Freitag, 13. November 2015

Merida und Uxmal

Merida gilt als Tor zur Welt der Maya. Persönlich hat es bei mir keinen guten Eindruck hinterlassen. Die Stadt ist zu voll, zu laut und die Autofahrer nehmen überhaupt keine Rücksicht. Selbst in einer so großen Stadt, voll mit jungen Menschen, spricht kaum Niemand englisch. langsam sind wir wirklich ein wenig frustriert.


Zu Besichtigen gab es hier für uns Nichts, aber unser Hotel war, wir fast alle auf der Reise, traumhaft schön. Offen mit wunderschönem Innenhof. Man sitzt immer draußen und unter freiem Himmel. Etwas das ich hier wirklich sehr vermisse.

Aber hier hatten wir mit Abstand den tollsten Abend der Reise in einem super Nachtclub indem wir sofort nette Leute kennen gelernt haben. :-)


Unser eigentliches Ziel ist Uxmal. Bei den Mayas eine große und kulturell sehr wichtige Stadt.


Einige Stunden sind wir auf dem riesigen Gelände unterwegs soweit uns das Hitze und nicht befestigte Wege für den Rollstuhl erlauben. Uxmal bedeutet in der Sprache der Maya „dreimal erbaut“ und spielt auf den Bau der Pyramide des Wahrsagers an, dessen ovale Konstruktion einzigartig sind.  Anders als in anderen Mayastätten gibt es hier keine natürliche Wasserquelle. Demnach spielte der  Regengott Chaac eine sehr große Rolle bei den Einwohnern.






Mittwoch, 4. November 2015

Izamal - Pueblo Mágico

Tatsächlich ist diese verträumte Kleinstadt ein "Magischer Ort", denn genau das bedeutet "Pueblo Mágico". Ein sehr gepflegter und typisch mexikanischer Ort. Nette Menschen, bunte und einladende Hausfassaden, ein kleiner Platz mit Händlern, Menschen die kurz Pause machen...


Sehenswert und das Highlight von Izamal ist das Convento de San Antonio de Padua - ein gelbes Kloster was schon weit über die Stadtmauern zu sehen ist.



Bevor die Spanier diese Kleinstadt eroberten, stand hier die  P’ap’hol-chaak Pyramide. Diese wurde zerstört und von 1533-1561 wurde aus den Steinen dieses Kloster errichtet. Neben dem Kloster und seiner Hauptkirche der "Santuario de la Virgen de Izamal" (die der heiligen Jungfrau von Izamal gewidment ist und die als Schutzheilige des Ortes gilt), kann man sich eine alte Sonnenuhr und ein kleines Museum anschauen. Papst Johannes Paul II war 1993 hier und brachte eine Silberkrone für die Schutzheilige mit. Ihm widmete man auch eine Statue im Innenhof.


Danach ging es noch auf einen mexikanischen Friedhof. Wie einige vielleicht wissen, haben die Mexikaner eine alltägliche Beziehung zum Tod und sehen ihn, ganz natürlich, als Teil des Lebens. Entsprechend sind auch die Gräber bunt bemalt und geschmückt. Am Tag der Toten (31. Oktober) wird in Volksfestmanier gefeiert, nicht getrauert. Übrigens wurde daraus bei den Amerikanern Halloween.