Sonntag, 21. Februar 2016

Inselstadt Flores

Unsere Nacht verbrachten wir im Peten Esplendido Hotel gegenüber der Isla de Flores oder nur Flores. Abends sind wir mit den landestypischen "Dreirädern" oder auch Rikscha genannt zu einer Bar gefahren. Die Inselstadt Flores ist durch einen Damm mit dem Festland und somit mit den Zwillingsstädten Santa Elena und San Benito, verbunden. Mit den kleinen, bunten Häusern, dem hellen Pflaster in den Straßen, den gemütlichen Cafes, Restaurants und Bars direkt am Wasser, wird die Insel immer mehr zum Anziehungspunkt von Touristen. Während hier Ruhe und Frieden herrscht und die Insel damit als einer der sichersten Orte der Region gilt, ist es auf dem Festland deutlich gefährlicher.


Mein Mann und ich teilten uns gemeinsam mit dem Rollstuhl meines Bruders ein Minitaxi, was ziemlich seltsam aussah. Hilft Alles nichts wenn man geizig ist. ;-) Geklappt hat´s am Ende aber doch und wir sind für ein paar Cent von A nach B gekommen. Laufen war nicht möglich da der Fußweg mitten auf der Brücke einfach aufhörte und wir auf der Straße hätten weiter laufen sollen. Das ist in Guatemala lebensgefährlich und in der Region hier ganz besonders, wie wir im Nachgang erfahren haben. Dann doch lieber per Taxi.

Von unserem Hotel aus hatten wir einen traumhaften Blick über den drittgrößten See des Landes, den "Petén-Itzá-See". Beim Frühstück bekamen wir dann auch noch Besuch von zig Wasserschildkröten und der nette Kellner brachte noch Brot damit wir sie füttern durften.


Dann hieß es Abschied nehmen und die Heimreise antreten. 7 Stunden durch´s Hinterland von Guatemala mit bescheidenen Straßen, durch Armut und Elend. Unterwegs gab´s dann noch ein Treffen mit einer Kuhherde und abends dann endlich wieder ein super Essen in unserem Lieblingshotel in Palenque. :-)


Freitag, 5. Februar 2016

Guatemala - Tikal

Was für eine Überraschung. Mein Bruder hat für uns alle einen zweitägigen Trip nach Guatemala organisiert. WOW - wir sind sprachlos. Morgens um 5 in der Finsternis geht es los. Wir müssen früh starten, der Weg ist weit und sehr, sehr beschwerlich.


An die Fahrt kann ich mich kaum erinnern, aber eins weiß ich noch: wir alle hatten Angst. Es war dunkel, das Boot hatte kein Licht der Fluß lag im Nebel und der Fahrer verließ sich nur auf das Geräusch der Strömung. Abenteuer pur, aber die andere Flußseite und somit Guatemala, erreichten wir nach knappen 30 Minuten Fahrt heil und unversehrt.

Am Ufer wartete unser Fahrer und eine Dame zum Geld tauschen. Dann ging die fast sechs stündige Fahrt los. Die ersten drei Stunden fuhren wir ca. 100 Kilometer auf einer Art Feldweg durch´s Hinterland. Zustand der Straße und die Armut der Menschen hier sind kurzgesagt eine Katastrophe.

Endlich in Tikal angekommen, erstreckt sich vor uns ein 65 Quadratkilometer großes Gebiet mit schätzungsweise 10.000 Gebäuden die noch nicht ansatzweise ausgegraben oder gar erforscht sind. Es wird vermutet das hier einmal rund 50.000 Menschen gelebt haben.


Mittelpunkt bildet der so genannte Große Platz der von den imposanten Tempeln I und II eingerahmt wird. Sie gehören mit 47 m und 40 m zu den höchsten Stufentempeln Mittelamerikas und zum UNESCO Weltkulturerbe.



Das Areal ist riesig und beeindruckt uns sehr. Gemeinsam mit einem Guide sind wir zwei Stunden im Urwald unterwegs und besteigen sogar einen Tempel um die herrliche Aussicht zu genießen. Diese wunderbaren Bauwerke und vorallem die Kultur die sie verkörpern, lassen wir eine Weile auf uns wirken bevor wir den Abstieg antreten.