Sonntag, 13. März 2016

Calakmul

Ebenso wie Tikal wird Calakmul auf der UNESCO Welterbe-Liste geführt. Der Weg zu den Ruinen ist sehr weit. Vom Eingang des Reservats bis zum eigentlichen Zentrum sind es 60 Kilometer die, aufgrund der nicht ganz so gut ausgebauten und vor allem engen Straßen, ein wenig länger dauern. Wir entschließen uns die Nacht im Hotel Puerta Calakmul  zu verbringen, welches genau von den Toren Clakmuls liegt. Für mich, trotz der enorm vielen und aggressiven Moskitos, das beste Hotel der ganzen Reise.
Kleine, hübsche Hütten mitten im Urwald. Um uns herum nur Natur und überall hört man Brüllaffen und Tukane. Die Unterkunft besitzt keine Fenster, nur Netze um uns vor den Moskitos zu schützen. Ein riesiges Netz über dem Bett soll uns zusätzlich vor den kleinen Plagegeistern bewahren. Es ist unglaublich schön hier. Selbst das Restaurant ist ein riesiger Bau aus Holz der mit Netzen bespannt ist. Eine herrliche Erfahrung mitten im Dschungel.

Gut gestärkt und mit vollgetanktem Auto, machen wir uns auf dem Weg zu einer der mächtigsten Städte der Maya: Calakmul. Es erstreckte sich auf einer Fläche von ca. 30 Quadratkilometern. Herausragend sind hier die Pyramiden „Strukturen“ I und II. Letztere besitzt eine Höhe von ca. 45 Metern und ist somit eine der Höchsten in der Maya-Welt. Der Großteil von Calakmul ist bis heute noch unerforscht und mit nur ca. 100 Besuchern pro Tag ein absoluter Geheimtipp.

Wir wagen den beschwerlichen Aufstieg bei wirklich heißer und extrem schwüler Temperatur während mein Bruder, auf den gut befahrbaren Wegen, von einem Guide per umgebauten Fahrrad durch die Gegend kutschiert wird. Der Ausblick lohnt aber auf jeden Fall und ist die Mühe wert.

Ein wirklich sehr netter Gärtner vor Ort öffnet für uns eine der Pyramiden. Das Fotografieren ist hier leider nicht erlaubt. Dennoch ist es ein absoluter Highlight, denn bisher durften wir noch kein einziges Monument im Inneren betreten. Herrliche Jade-Masen und einen komplett erhaltenen Tempel gibt es hier, seit noch nicht allzu langer Zeit, zu bestaunen.