Donnerstag, 19. Mai 2016

Eat around the World Leipzig

Von Freunden haben wir im letzten Jahr einen Gutschein für einen kulinarischen Spaziergang durch den Leipziger Stadtteil Plagwitz von Eat around the World geschenkt bekommen. Vor knapp zwei Wochen haben wir Diesen dann an einem herrlichen Samstagvormittag eingelöst. Ziel des 2008 gegründeten Unternehmens ist es - Besuchern und Einheimischen den Weg zu leckerem Essen und kulturellen Einblicken fernab ausgetretener Touristenpfade aufzuzeigen und das in vielen deutschen Städten, wie zum Beispiel Leipzig, Hamburg, Düsseldorf oder Essen.

Leipzig kulinarisch erleben - 7 Kostproben in 3 Stunden

eat-the-world möchte Ihnen Leipzig über die Kulinarik und die Kultur näher bringen. Erkunden Sie mit uns die authentischen Orte von Leipzig abseits der Touristenpfade. Erleben Sie Leipzig auf eine ganz besondere Art und verwöhnen Sie zudem Ihre Gaumen!
Unsere Führerin heißt Beate und begleitet uns in den nächsten 3 Stunden. Dabei erfahren wir viel Wissenswertes über den Leipziger Stadtteil Plagwitz und genießen seine kulinarischen Köstlichkeiten. Treffpunkt ist an der Könneritzbrücke - gegenüber von Mey und Edlich. Das ist das älteste noch aktive deutsche Versandhaus und die beiden Herren haben den ersten Versandkatalog erfunden.


Heute befinden sich hier, genau am Karl Heine Kanal, tolle und teure Lofts. Zu Fuß geht es dann zu einer regionalen Fleischerei in der wir Kochsalami und Knacker verkosten. Lecker. Vorbei an den imposanten Elster Lofts gelangen wir zum Prellbock - einem tollen und gemütlichen Restaurant auf dem historischen Gelände der ehemaligen Buntgarnwerke.
"Essen ist ein Bedürfnis, Genießen ist eine Kunst."
(Francois de la Rochefoucauld) 


Man kredenzt uns hier ein leckeres Kohlrabicremésüppchen. Dazu ein kühles Bier und kurz Verschnaufen bevor es weiter geht. Entlang des Karl Heine Kanals, unter der König Albert Brücke hindurch und vorbei am Stelzenhaus gelangen wir zum Leipziger Westwerk.


Das WESTWERK ist Anlaufpunkt für Jedermann, entsprechend vielfältig und weit sind die Angebote: Gastronomie, Ausstellungen, Märkte und Musikveranstaltungen, Theater, Weiterbildung und mehr. Handwerker, Künstler, Händler und Gewerbetreibende, Freiberufler, Vereine, und Musiker finden im WESTWERK einen Ort der kollektiven und progressiven Arbeit, ein Ort zum Sein, um Ziele, Wünsche, Pläne und Projekte umzusetzen.

Hier tummeln sich, neben Künstlern, jede Menge Handwerksbetriebe. So zum Beispiel eine Eisengießerei, eine Schmiede sowie eine Dreherei, aber auch ein Hostel ist dabei, ein Spätkauf und das Kaiserbad - ein fantastisches Lokal mit herrlichem Freisitz.

Im Café Albert genießen wir ein lecker Panini und nur 2 Minuten weiter finden wir uns in Seidels Klosterbäckerei wieder und genießen dort herrliches "Chnurzelbrot" aus eigener Herstellung. Das Besondere hierbei ist das SlowBaking. Das bedeutet:
  • Backen mit gewissenhaft ausgewählten natürlichen Zutaten und Rohstoffen
  • Verarbeitung regionaler und nicht genmanipulierten Getreidemehle
  • keine Konservierungsstoffe, Zusatzstoffe oder künstlichen Farb- und Aroma-Stoffe
  • Verzicht auf industrielle Fertigmischungen und Tiefkühlprodukten
  • Verwendung von Butter und keiner Margarine
  • Verarbeitung von naturbelassenen und unbehandelten Meersalz.
  • die Bäcker arbeiten mit langen Reifezeiten der Teige zur besseren Entfaltung des Geschmacks und der Bekömmlichkeit
  • auschließliche Verwendung der hauseigenen Sauerteig und Vorteige
Vorletzter Stopp ist die urige Kneipe meins deins unser. Etwas ganz Eigenes kann man hier trinken - die Lipz Schorle. Die Schorlen sind nur in Mitteldeutschland erhältlich. Es gibt sie in den Sorten Schwarze Johannisbeere, Rhabarber und Stachelbeere. Die Schorlen werden ohne tierische Hilfsmittel hergestellt und sind somit vegan. Ich gönne mir eine Lipz Rhabarber. Dazu gibt es Bulette und der Tag ist perfekt.


Fazit

Die Tour ist zu empfehlen. Das man sich hier nicht satt essen kann, war uns von vornherein klar, allerdings müsste für 33€ pro Person doch ein wenig mehr drin sein als sieben, teilweise wirklich kleine, Snacks. Die Locations sind bunt gemischt, individuell und zeigen das wirklich sehr vielseitige Gesicht das Leipziger Stadtteils Leipzig. Selbst wir, die fast 8 Jahre hier leben, haben noch Neues und Spannendes erfahren. Die Mischung aus Kultur, Essen und Geschickte passt bei der Eat around the World Tour sehr gut zusammen.