Montag, 13. Juni 2016

48 Stunden in Prag

Als „Goldene Stadt“ oder auch „Stadt der hundert Türme“ wird Prag oft bezeichnet. Sie zählt zu den ältesten, größten und schönsten Städten Europas und ihre Altstadt gehört seit 1992 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Mein Mann und ich haben die Stadt 48 Stunden lang unsicher gemacht und verraten euch, was ihr bei einem Besuch nicht verpassen solltet.

JOSEFOV
Unsere fantastische Unterkunft von My House Travel liegt direkt im jüdischen Viertel, der Josephstadt oder auch Josefov genannt. Aus unserem Fenster sehen wir direkt auf einen der bekanntesten jüdischen Friedhöfe in ganz Europa. Er umfasst nur circa 1 Hektar Fläche, aber man vermutet hier circa 12.000 Grabsteine und die Gebeine von über 100.000 Menschen. Neben dem Friedhof gibt es in der Josephstadt noch ein jüdisches Museum und einige Synagogen zu bestaunen. Achtung! Wegen des Sabbats sind alle Sehenswürdigkeiten in Josefov samstags geschlossen.

Alter Jüdischer Friedhof
PRAGER BURG
Im 9. Jahrhundert gegründet, bildet sie das größte, geschlossene Burgareal der Welt. Unsere Hoffnung, im November hier nicht ganz so viele Touristen anzutreffen, erfüllte sich leider nicht. Die Jahreszeit spielt wohl keine Rolle. Den St.-Veits-Dom mit Königsgruft, den Königspalast und die St.-Georgs-Basilika kann man in weniger als zwei Stunden gut per Fuß besichtigen. Zum Schluss stand für uns das Goldene Gässchen auf dem Plan. Es macht seinem Namen alle Ehre und ist wirklich nur eine kurze Gasse mit einigen sehr kleinen Häusern. Zwischen 1916 und 1917 lebte der Schriftsteller Franz Kafka hier und arbeitete im Haus Nr. 22 an seinen Werken. Übrigens kommt man mit der Straßenbahnlinie 22 ganz einfach und vor allem günstig zum Burggelände.

Aussicht zur Prager Burg
FESTUNG VYŠEHRAD
...ist ein Burgwall der südlich der Prager Neustadt liegt und sich steil über dem rechten Ufer der Moldau erhebt. Wir haben den Tipp bekommen, dass man hier einen traumhaften Blick über die Prager Altstadt hat. Sehenswert sind die St.-Peter-und-Paul-Kirche und der Vyšehrader Friedhof, auf dem zahlreiche Künstler, Wissenschaftler und Politiker bestattet sind. In den Kasematten, früher als Gänge zum Lagern von Essen, Waffen, Munition oder als Bunker zum Schutz vor Angriffen genutzt, findet man heute sechs Originalstatuen der Karlsbrücke.

Figur in den Kasematten
PRAGER ALTSTADT UND KARLSBRÜCKE
Ein Spaziergang durch den ältesten Teil der Stadt entlang des Altstädter Rings ist ein Muss. Gesäumt wird der Weg vom Altstädter Rathaus, an der sich die berühmte Apostel- oder auch astronomische Uhr befindet. 45 Sekunden dauert der „Apostellauf“ zu jeder vollen Stunde an diesem Wunderwerk. Kräht zum Schluss der Hahn ist der Spuk auch schon wieder vorbei. Am Markt befinden sich außerdem die St. Nikolaus- und die Teynkirche sowie verschiedene Denkmäler und Bauwerke. Zu Fuß erreicht man von hier aus in zehn Minuten die Karlsbrücke, die älteste erhaltene Brücke, die über die Moldau führt. Ein Spaziergang über das 500 Meter lange Wahrzeichen Prags, das gesäumt ist von 30 Skulpturen, die Heilige und Patrone darstellen, lohnt auf jeden Fall. Die wohl bekannteste Figur ist die des heiligen Johannes von Nepomuk, der angeblich an dieser Stelle ertränkt wurde.

Karlsbrücke
Apostel- oder auch astronomische Uhr - Bild via: http://www.prague.eu
Franz Kafka Denkmal
Unterstützung und Hilfe für den Trip habe ich auf der Seite von Prague City Tourism die uns während des Aufenthaltes mit zwei Prague Cards und unendlich viel Infomaterial ausgestattet haben - vielen Dank dafür.


Ebenfalls eine große Unterstützung war der POLYGLOTT on tour Prag Reiseführer. Vor und während der Reise hat er uns mit vielen guten und leicht verständlichen Karten unterstützt - gerade wenn man Prag zu Fuss erläuft - eine tolle Unterstützung. Gute Kneipen und Lokale haben wir ebenfalls im Reiseführer gefunden. Eine Empfehlung von mir.

Bild via: https://www.polyglott.de/